B2C

020: Axel Löber – E.ON

Axel Löber ist Leiter Global Brand & Marketing beim Energieriesen E.ON, der mit rund 70.000 Mitarbeitern einer der weltweit größten Stromversorger in privatem Besitz ist.

Zum Thema Marke kam mein Gast über die Schiene Communication Strategy.  Nach seinem Literatur- und Politik-Studium in Gießen sammelte er als Berater unter anderem bei Hering Schuppener Erfahrung, bevor er 2011 bei Merck einstieg, dort später die Abteilung Branding & Communication Strategy aufbaute und Themen wie Markenstrategie, Design und Markenarchitektur verantwortete. Highlight war das vielfach preisgekrönte Rebranding des Unternehmens 2015.

Seit Januar 2019 ist Axel bei E.ON, wo er für Marke und Marketing des Konzerns zuständig ist.

Er beobachtet gerne Underdog Marken die es nicht so einfach haben, um zu verstehen, wie sie Themen angehen, und er weiß, dass die Bedeutung von Visitenkarten nicht unterschätzt werden darf.

018: Max Wittrock – mymuesli

Max Wittrock ist Mitgründer und „Außenminister“ des Passauer Startups mymuesli.

Er hat Jura studiert, nebenbei eine journalistische Ausbildung gemacht, fühlt sich jetzt im Herzen als Geschichtenerzähler und findet alle Touchpoints gleich wichtig.

Mit seinen zwei Partnern Hubertus Bessau und Philipp Kraiss hat der leidenschaftliche Retail-Fan mymuesli in 2007 gegründet und zum Vorzeige-Food-Startup in Deutschland aufgebaut.

Er erzählt wie er sich dank Autoren wie Al und Laura Ries, Malcolm Gladwell, Frédéric Laloux, Tom Wainwright und Daniel Kahneman immer weiterbildet und sich von den außergewöhnlichen Einzelhandelskonzepten von Helmut Lang, Prada und Damien Hirst begeistern lässt.

017: Dr. Martell Beck – BVG

Dr. Martell Beck ist Head of Sales, Marketing und Digitization bei der Berliner Verkehrsbetriebe GmbH (BVG).

Die BVG als Teil des dynamischen Urban Mobility Sektors, bewegt täglich mehr als 3 Mio Fahrgäste, kämpft mit etlichen neuen Konkurrenten (von Ride-Sharing über E-Scooter, Mieträder und seit neuestem E-Rollern) und setzt mit dem Claim „Weil wir Dich lieben“ alles auf die Sympathiekarte – cool, lässig, Berlin.

Der gebürtige Heidelberger erzählt, wie er in seiner aktuellen Rolle mit einem NPS Score von -17 gestartet ist, wie (warum?) die BVG zu ihren U-Bahnen mit einem Durchschnittsalter von 35 Jahren steht, wie sie ihren wichtigsten Kanal, Social Media, sehr geschickt in beide Richtungen als Kommunikationstool verwendet und wie sie gemeinsam mit adidas und Jung von Matt eine der weltweit tollsten Markenaktionen der letzten Jahrzehnte veranstaltet haben.

Der ehemalige Vorstandsassistent der Deutschen Bahn, der seit über 17 Jahren in der ÖPNV-Branche unterwegs ist, spricht über Universal Music und U2, die Wichtigkeit von Rückkanälen, alternative Produktideen wie BerlKönig oder Jelbi. Er berichtet, dass er bis zum Vorstand für seinen Kampagnen kämpft, damit die BVG für kleines Geld nicht nur auf Social Media und in der Fachpresse gefeiert wird, sondern auch in der Tagesschau, dem Spiegel, der Berliner Zeitung, der New York Times, dem Guardian usw. gelobt wird.

016: Lars Gerber – bon prix

Lars Gerber ist VP Brand & Communication beim Hamburger Modeversandspezialisten bon prix.

Mit mehr als 3000 Mitarbeitern, 3,5 Mio Kunden und einem Jahresumsatz von über 1,56 Mrd Euro gehört bon prix zu den Top 5 Internet-Retailern in Deutschland. Das Unternehmen war sehr früh im digitalen Bereich präsent und baut mit Digital-, Katalog- und Einzelhandel auf eine 3-Säulen-Strategie, um sich gegen starke Konkurrenten durchzusetzen.

Nach seinem Studienabschluss an der Uni Bayreuth, war mein Gast zunächst bei Unilever für verschiedene FMCG Marken verantwortlich, bevor er zum Capri Sonne Hersteller SiSi-Werke wechselte. Seit 2014 arbeitet er bei der Otto Group Tochter bon prix. 

Er erklärt, warum „alte Muttis“ so wichtig sind, was hinter „It’s me“ steckt und was die vorbildliche Kooperation zwischen den Otto Group Schwestern mit sich bringt.

015: Boris Dolkhani – Bosch

Boris Dolkhani ist im Münchner Stadtteil Schwabing, in Sichtweite von BMW, aufgewachsen. Zunächst hat er ein Medizinstudium begonnen, doch dann ging ihm ein Licht auf und er entdeckte seine eigentliche Berufung: Markenführung!  

Nachdem er mehrere Agenturen gegründet und geführt hatte, wechselte er 2013 auf Kundenseite,modernisierte das Markenbild des Augsburger Roboter Herstellers KUKA radikal und positionierte den Konzern erfolgreich als eines der führenden deutschen Industrie 4.0 Unternehmen.

Seit 2017 ist er Vice President Brand Management und Marketing Communication bei Bosch, das 1886 gegründet wurde, mittlerweile mehr als 400.000 Mitarbeiter hat und im vergangenen Jahr einen Umsatz von 78.5 Milliarden Euro verbuchen konnte.  Dort hat mein Gesprächspartner mit der genialen Markenkampagne „Like a Bosch“ viel dazu beigetragen, dass Bosch als höchst innovativer Industrieführer beim Thema IoT wahrgenommen wird.

Der Motorrad-Enthusiast erzählt, wie er den FC Bayern als erste große Marke lieben lernte, warum er sich trotz seiner „Runman“ Enttäuschung mit adidas noch sehr verbunden fühlt und was er Ping Pong und Jung von Matt zu verdanken hat.

Er spricht über win-lose Verhandlungen mit amerikanischen Unternehmen wie Nike und Apple, darüber, wie wichtig es ist, herbe Schläge wegstecken und letztlich für sich nutzen zu können und die Zeit, als er Angela Merkel empfangen hat.

014: Peter Baumann – LIQUI MOLY

Peter Baumann ist als Marketingleiter wohl genauso ein Unikat wie sein Arbeitgeber. Seit 1986 ist er tätig bei LIQUI MOLY, dem Spezialisten für Schmierstoffe und Motoröle mit Sitz in Ulm. Auch heute, 33 Jahre nach seinem Einstieg, ist er immer noch höchst engagiert, um LIQUI MOLY international auch gegen die größten und härtesten Wettbewerber im Energiesektor voranzubringen.

Das Unternehmen wurde 1957 gegründet, beschäftigt aktuell knapp 900 „Mitunternehmer“ und erzielt einen Jahresumsatz von 550 Mio EUR, wovon über die Hälfte in mehr als 120 Ländern der Welt erwirtschaftet werden.

Dass das Unternehmen schon vor mehr als 10 Jahren mit Social Purpose Konzepten unterwegs war, verdeutlicht, dass bei LIQUI MOLY die soziale Verantwortung des Unternehmens für seine Mitarbeiter schon immer ganz großgeschrieben wurde. Diese Fairness in Verbindung mit transparenter interner Kommunikation hat zu einer bemerkenswert niedrigen Fluktuationsrate der „Mitunternehmer“ geführt.

Peter Baumann erklärt, wie Geschäftsführer Ernst Prost eine „Teamworker“ Philosophie ins Unternehmen gebracht und konsequent umgesetzt hat, warum LIQUI MOLY sich gegen erheblich stärkere Konkurrenten behaupten kann, warum sie gerne viel Steuer in Deutschland bezahlen und wie sie vor allem Sportsponsoring sehr kreativ eingesetzt haben, um die Marke aufzubauen und weiterzuentwickeln.

013: Dr. Denise Heinermann & Carolin Guethenke – smart

In einer innovativen und erfolgreichen Jobsharing-Konstellation verantworten Dr. Denise Heinermann und Carolin Güthenke gemeinsam den Bereich Marketing Communications und Brand Management beim smart in Stuttgart.

Bereits 1989 erklärte Nicolas G. Hayek, der Erfinder der Swatch-Uhr, dass er ein kleines Stadtauto auf den Markt bringen wolle. Um diese Idee erfolgreich umzusetzen, wandte sich Hayek an Mercedes-Benz als erfahrenen Partner. Produktion und Verkauf des ersten smart liefen 1998 an.

Beide Gäste sind langjährige Angestellte des Daimler Konzerns und über Stationen bei Mercedes-Benz PKW und Vans sowie Daimler Trucks, seit 2016 in ihre jetzigen Rolle gekommen.  Mit abgeschlossenen Studien an der LMU München bzw. Lancaster Universität, der Dualen Hochschule Baden-Württemberg und der ESB Business School in Reutlingen bringen sie auch Erfahrung bei der MotorPresse, Unilever sowie der Universität Lissabon mit.  

Sie erklären, warum smart eine der höchsten Wiederkaufraten in der Auto-Branche hat und eine der leistungsstärksten Marken des Daimler-Konzerns ist und teilen uns ihre „elektrisierenden“ Pläne für 2019 mit.

012: Peter Prislin – Hans im Glück

Peter Prislin ist Geschäftsführer und Chief Marketing Officer von Hans im Glück, Deutschlands Gourmet Burger Pionier.

Obwohl erst 2010 gegründet, hat das Systemgastronomie-Unternehmen aus München heute schon einen Jahresumsatz von mehr als 120mio EUR, über 3600 Mitarbeiter und 66 Restaurants in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Singapur.

Mein Gast hat seine Karriere als Party- und Event-Veranstalter angefangen bevor er beim Rundfunk und für verschiedene Agenturen als Copywriter, Konzepter und Creative Director arbeitete, die Agenturen 12snap, Heye und WWG führte und im vergangenen Jahr mit seinem Wechsel zu Hans im Glück schließlich den Sprung auf die Kundenseite wagte.

Im Interview erklärt er, warum das Thema Marke bei Hans im Glück ganz großgeschrieben wird, Birkenstämme wichtige CI Elemente sind und was es mit der möglicherweise teuersten Speisekarten der Franchise-Restaurant-Geschichte auf sich hat.

011: Dr. Christian Deuringer – Allianz

Dr. Christian Deuringer ist Director Global Brand Management bei Allianz – das weltgrößte Versicherungsunternehmen mit Hauptsitz in München, ca. 140.000 Mitarbeiter und einen Jahresumsatz von mehr als €127 Milliarden. 

Mit einem Wirtschaftsabschluss von Ludwig-Maximilians Universität München und einem Doktortitel in Wirtschaftswissenschaften und Change Management von den Bundeswehr Universität in München, erzählt Christian  warum sein erster Arbeitgeber Procter & Gamble alles richtig macht und von den Herausforderungen bei der Vorbereitung des globalen Relaunches der Marke MINI während seiner Zeit bei BMW. Wir sprechen über seiner Zeit als Leiter Marketing und Operations bei Startup wannago und seiner 15-jährigen Karriere bei Allianz.

 

Mein Gast erklärt was hinter dem Hashtag #explorewithus steckt, was Allianz aus ihren 8(!) Stadionsponsoring-Deals gelernt hat, wie sie ihre Formel-E Partnerschaft aktivieren, die Logik hinter ihrem Engagement in der Drone Racing League, worauf sie sich über die bevorstehende Partnerschaft mit dem IOC freuen und warum es wichtig ist, ihren operativen Einheiten einen „Tanzfläche“ zu bieten.

010: Tim Koch & Uli Rohrmayr – Bobby&Fritz

Tim Koch und Uli Rohrmayr sind die Geschäftsführer der in Essen ansässigen Imbiss- und Gastromarke Bobby&Fritz.

Bobby&Fritz wurde 2013 gegründet und hat heute bereits 37 Läden in Deutschland. Mit einem laserartigen Fokus auf ihre Marke vom ersten Tag an, haben Tim und Uli unter dem Motto „Iss geil“ einen frischen Akzent gesetzt. So peppen sie z.B. mit ihren eigenen Soßen (die Kung-Fu Soße kann ich wärmstens empfehlen!) die Klassiker wie Currywurst, Pommes und Schnitzel auf und bringen auch neue Produkte wie den „Sloppy Bob“ auf den Markt.

Meine Gäste stammen ursprünglich aus der Gastronomie- bzw. Hotelbranche und statt nur ihr eigenes Süppchen zu brauen, treiben sie den Erfolg der gesamten Fast Casual Gastro-Branche durch ihre Aktivitäten bei dem Leaders Club Deutschland und Gastro Start-up Sessions, sowie dem Institute of Culinary Art (eine Akademie für die Foodservice-Branche) voran.