B2C

047: Jesko Johannsen – HRNS

Jesko Johannsen ist Global Head of Communications der Hanns R. Neumann Stiftung (HRNS).

HRNS wurde 2005 gegründet und ist international in den wichtigsten Kaffeeanbauländern tätig, wobei es mit der Kaffeeindustrie und Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit kooperiert, um kleinen Kaffeebauern und ihren Familien zu helfen.

Als Kind in Bonn begeisterte er sich für TV-Werbung, mit Favoriten wie Maoam, Haribo und Mercedes, und während eines Praktikums bei Hit Radio Antenne Niedersachsen hat er sich in Nachrichtenjournalismus verliebt.  Während seines Studiums an der Freie Universität Berlin, der Humboldt University of Berlin und Stockholm University, arbeitete er unter anderem für FAZ Business Radio, Deutsche Welle, und Deutschland Radio wo er über eine Vielzahl von wichtigen Themen, von Atommülltransport bis Bürgerkrieg, berichtete.

In den darauffolgenden Jahren arbeitete er zusammen mit der NDR, UNDP, und GIZ bevor er 2017 bei den HRNS einstieg.

Wir sprechen über die Komplexität einer Implementierende Stiftung, die NGO-spezifischen Herausforderungen des Markenaufbaus, seine Arbeit in Ländern wie Afghanistan, Äthiopien, Ruanda und Südsudan, die Zusammenarbeit mit Tchibo, Lavazza, und Starbucks, und warum Förderer stolz auf die Zusammenarbeit mit der Stiftung sein sollen und nicht umgekehrt.

045: Anna-Theresa Korbutt – hvv

Anna-Theresa Korbutt ist Geschäftsführerin beim Hamburger Verkehrsverbund, dem hvv.

Geboren in Polen, aufgewachsen in Deutschland, führte nach ihrem BWL-Studium und einem Master-Abschluss in Internationaler Wirtschaft an der Universität Paderborn eine Weißbier-Dusche(!) in einem Bord-Bistro zum Start ihrer steilen ÖPNV-Karriere bei der Deutschen Bahn. Es folgten Stationen bei der BLS AG (Schweiz), den ÖBB (Österreich), Logistics (UK) und der BEXity GmbH, bevor sie Anfang 2021 ihre jetzige Position antrat.

Der hvv wurde 1965 gegründet und ist ein Verkehrs- und Tarifverbund, der Hamburg und Teile Schleswig-Holsteins und Niedersachsens abdeckt. Mit einem flächendeckenden Netz von knapp 10.000 km² übernimmt der hvv das Management des öffentlichen Nahverkehrs für rund 4 Millionen Menschen im Großraum Hamburg und knapp 30 Verkehrsunternehmen im Verbund.

Mit dem Levis-Fan spreche ich über ihren Hintergrund als Profitänzerin, die Herausforderungen beim Umbau einer so komplexen Organisation, warum der hvv für Amazon unverzichtbar ist, ihren Respekt vor Unternehmen wie Dachser, die Zielgruppe von Volkswagen, und warum Marken wie Lufthansa oder Mercedes als Benchmarks ungeeignet sind.

043: Philip Stangner – share

Philip Stangner ist CMO bei share, ein auf soziale Nachhaltigkeit ausgerichtetes B-Corp Unternehmen mit Produkten in den Bereichen Lebensmittel, Getränke, Körperpflege und Schreibwaren.

Unter dem Leitmotiv „Teilen für eine bessere Welt“ hat das Berliner Startup schon im Gründungsjahr 2017 über 8 Millionen Produkte verkauft und dadurch den Bau oder die Reparatur von 51 Brunnen in Liberia, Kambodscha und Äthiopien, sowie die Verteilung von 2 Millionen Mahlzeiten und 550.000 Seifen in nationalen und internationalen Hilfsprogrammen finanziert.

Nach seinem Studium an der Universität Passau hat mein Ansprechpartner 2013 seine Karriere als Brand Manager bei DriveNow gestartet und stieg dort zum Head of Brand & Communications auf. Nach dieser Station managte er als Head of Brand & Social den Merger der Carsharing Angebote von Daimler und BMW, Car2go und DriveNow, zu Share Now und damit wahrscheinlich einen der umstrittensten Rebrandings der jüngeren Geschichte in Deutschland. 2020 wechselte er in seine jetzige Position als CMO zu share.

Dieses Jahr von Absatzwirtschaft zu einem der Top 20 Marketing-Talente Deutschlands gekürt, erklärt der leidenschaftliche Musiker, welche Learnings aus dem Rebranding gezogen werden konnten und warum es für die Führungsebene wichtig ist, auf ihre internen Fachleute zu hören und die Kundenorientierung in den Mittelpunkt zu stellen.

Wir sprechen über Benchmark-Marken wie Product (RED), Nike, The Female Company, Bosch und Oatly, sozialen Konsum und darüber, warum die beste Kommunikation furchtlos und mutig ist und das Streben nach Perfektion der Feind des Guten sein kann.

042: Andreas Fritz – VARTA

Andreas Fritz ist Head of Group Marketing bei Varta AG. Der über 130 Jahre alte Batteriespezialist mit Sitz in Ellwangen lieferte 1969 die Kamerabatterien für die Mondlandung, ging 2017 erneut an die Börse und beschäftigt heute nahezu 4.800 Mitarbeiter. VARTA ist in den zwei Segmenten  „Lithium-Ion Solutions & Microbatteries“ und „Household Batteries“ tätig.

Nach einem BA in Mediendesign an der Fachhochschule Schwäbisch Hall absolvierte mein Gast einen berufsbegleitenden MBA an der IU University of Applied Sciences. Bereits während des Studiums begann er seine Karriere als Lasershow-Produzent beim Weltmarktführer für Lasershows LOBO electronic. Nachdem er 2012 die Eventbranche hinter sich gelassen hatte, um als Online Marketing Manager beim Ellwanger Softwarehersteller FNT zu arbeiten, kam er 2016 als Marketing Manager zu Varta, wurde 2017 schnell zum Global Head of Marketing befördert und trat 2018 seine aktuelle Position an.

Wir sprechen über die Feinheiten der Entwicklung von Lasershows zur Musik von Bands wie Rammstein, die Rolle von Heritage in einem zukunftsorientierten, technologiegetriebenen Unternehmen, die Logik hinter Vartas FC Bayern-Sponsoring und die Herausforderungen eines kompletten Markenrelaunches.

041: Tim Alexander – Deutsche Bank

Tim Alexander ist CMO und Chief Experience Officer bei der Deutschen Bank.

Nach jahrelangen Negativschlagzeilen hat der Finanzriese mit 19 Millionen Kunden einen Turnaround eingeleitet und sich mit einer in Deutschland seltenen Intensität auf Marke, Kunde und Kundenerlebnis konzentriert.

Nach seinem Studium an der Hochschule Pforzheim startete er seine Karriere bei Daimler, wo er für die internationale Markteinführung von SMART verantwortlich war. Danach wechselte er auf die Agenturseite mit Stationen bei Grey und Saatchi & Saatchi, bevor er das Brand Management bei Telefonica O2 leitete, daraufhin als Leiter Marketingkommunikation zur Swisscom in die Schweiz wechselte und schließlich 2017 zur Deutschen Bank kam. 

Sein Gestaltungsspielraum und der Spagat zwischen Deutscher Bank und Postbank lassen Marken wie Nike und BMW zu seinen Benchmarks werden.

Wir sprechen darüber, warum er die große Herausforderung bei der Deutschen Bank angenommen hat und was seine Rolle als CXO mit sich bringt. Ich unterhalte mich mit ihm über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den drei Schlüsselbranchen, in denen er viel Erfahrung hat (Automobil, Telekommunikation und jetzt Finanzen), den konsensorientierten Führungsstil, den er aus der Schweiz mitgebracht hat, und das Sponsoring-Engagement der Deutschen Bank bei Eintracht Frankfurt.

040: Robin Ruschke – SIXT

Robin Ruschke ist Senior VP Global Brand Strategy & Comms bei SIXT.

Der bekennende Autofreak begann seine Karriere auf Agenturseite bei Jung von Matt, Springer & Jacoby und Serviceplan, bevor er nach einem MBA in Singapur und Frankreich 2012 zu Audi und vor 7 Jahren schließlich zum Mobilitätsanbieter SIXT wechselte.

Das bereits 1912 gegründete Familienunternehmen wuchs gerade in den letzten 10 Jahren rasant und ist bekannt für das auffällige Marketing. Im Laufe der Zeit hat sich das an der Börse notierte Unternehmen nicht nur zu einem der profitabelsten Autovermieter, sondern dank des integrierten Angebots auf der Mobilitätsplattform ONE, welches neben der Autovermietung auch Carsharing, Ride Hailing und das Auto Abo SIXT+ umfasst, immer stärker zum One-Stopp-Shop für Mobilität entwickelt.

Wir sprechen über den Unterschied zwischen Kundenbegeisterung und Kundenzufriedenheit, seine Bewunderung für starke Marken wie Edeka, BVG, Hornbach und Telekom, über die Rolle, die Humor beim Aufbau der Marke SIXT gespielt hat, sowie darüber, warum SIXT keine eigene Innovationsabteilung hat und Pommes rotweiss besser als Pommes ohne alles sind.

039: Marc Opelt – OTTO

Marc Opelt ist Vorsitzender des Bereichsvorstands von OTTO.

Das Tochterunternehmen der Otto Group mit Sitz in Hamburg ist Vorreiter für digitale Innovationen und entwickelte sich seit seiner Gründung 1948 vom reinen Versandhändler über einen E-Commerce-Player hin zur digitalen Plattform.

Nach seinem Studium der Betriebswirtschaftslehre zum Diplom-Kaufmann an der Universität Erlangen-Nürnberg begann er 1990 seine Karriere bei OTTO.

Nach Stationen bei OTTO Office, Eddie Bauer (u.a. drei Jahre in Seattle) und dem BAUR Versand ist er seit 2012 wieder bei dem Hamburger Plattform-Anbieter OTTO und dort seit 2018 in seiner jetzigen Position tätig.

Trotz der fast schon „mailroom to the boardroom“-Natur seiner steilen Karriere und der Nominierung zum CMO des Jahres 2020 (Verleihung verschoben wegen COVID-19), glaubt mein Interviewpartner überraschenderweise nicht an Karriereplanung.

Wir sprechen darüber, warum iterative Evolutionsschritte nicht mehr ausreichen, welche Bedeutung Haltung, Fairness, Ehrlichkeit und Transparenz haben, was es mit Brand Safety und Brand Governance sowie mit Make or Buy Entscheidungen auf sich hat und wie man mit Fehltritten und Shitstorms umgehen sollte.

035: Anja Stolz – R+V Versicherung

Anja Stolz ist CMO der R+V Versicherung.

Meine Interviewpartnerin, die in Füssen aufwuchs, nur einen Steinwurf vom deutschen Märchenschloss Neuschwanstein entfernt, erweiterte ihren malerischen Horizont bereits während eines einjährigen Auslandsaufenthalts nach Chicago. Es folgte ihr Studium der Publizistik, Sozialwissenschaften/Ethnologie und Jura an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Ihre Finanzdienstleistungskarriere begann sie als Pressereferentin bei der Dresdner Bauspar AG, bevor sie für Pleon – damals noch Kohtes Klewes auf die Agenturseite wechselte, dann aber wieder auf die Kundenseite zurückkehrte, um für das fintech-Startup paybox.net AG zu arbeiten. Danach folgten eine eigene Firmen-Gründung, zusammen mit zwei Partnern und selbständige Tätigkeit als Startup/Strategie und Marketing-Unternehmens-beraterin und ihre knapp 12-jährige Tätigkeit bei der Commerzbank, die letzten dreieinhalb Jahre als deren Managing Director Kundenmanagement/Chief Marketing Officer (CMO).

Seit März 2019 ist sie CMO der R+V Versicherung, leitet in Wiesbaden ein Team von über 150 Experten und referiert regelmäßig zu Themen wie der Rolle des CMO, Big Data/ Predictive Analytics/Marketing Automation und Innovation/ Strategie. 

Die R+V Versicherung ist einer der größten Versicherer Deutschlands und gehört zur genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. 

Wir sprechen über die Herausforderungen bei der Einführung marktorientierten Denkens in produktorientierten Unternehmen, über die optimierte Positionierung der R+V Versicherung „gegen Egoismus, für Gemeinschaft“, über den genossenschaftlichen Verbund und das genossenschaftliche FinanzGruppenmitglied Wilhelm als Inspirationsquellen, sowie über die gestiegene Relevanz und Kraft genossenschaftlichen Denkens im aktuellen politischen und gesellschaftlichen Klima.

034: Marco Heller – GARDENA

Marco Heller ist Global Brand Director bei GARDENA.

Das Unternehmen wurde 1961 gegründet, die Marke GARDENA erblickte 1968 das Licht der Welt und seit 2007 gehört die Firma zum schwedischen Husqvarna-Konzern. Der noch immer in Ulm ansässige High-End-Gartengerätehersteller mit der ausgeprägten Grau-, Orange- und türkisfarbpalette exportiert unter dem Motto „Realise your gardening dreams“ Produkte rund um Bewässerung, Rasenpflege, Baum- und Strauchpflege sowie Bodenbearbeitung in über 80 Länder.

Mein Gesprächspartner, ein Mainzer Bub, ist mit 16 in die USA ausgewandert, um Boris Becker nachzueifern.  Nach Abschluss seiner Schulausbildung und der Erkenntnis, dass er vielleicht doch nicht das komplette Tennisprofi-Paket hat, blieb er in Amerika und schloss einen BA an der Arizona State University und dann einen MBA an der University of Massachusetts ab.

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland im Jahr 2005 verbrachte er 10 Jahre in der Sportartikelindustrie bei Puma und Adidas in Hong Kong und Tokyo sowie Herzogenaurach und 3 Jahre bei Lego in München, bevor er 2015 bei GARDENA in Ulm einstieg.

Wir sprechen über wichtige Erkenntnisse rund um das Thema Urban Gardening (75% der Balkone haben keinen Wasseranschluss), die kulturellen Unterschiede zwischen dänischen, deutschen, amerikanischen und schwedischen Unternehmen, die unterschiedliche Wertschätzung für das Thema Marke innerhalb der Sport-, Spielzeug- und Gartenbranche, den Datenreichtum und die damit verbundenen Vorteile von Unternehmen wie AliBaba oder Amazon und sein Stretch Goal, alle Balkone der Welt zu begrünen.

032: Martin Camphausen – Klinikverbund Südwest

Martin Camphausen ist Head of Marketing & Employer Branding bei Klinikverbund Südwest.

Wir haben diesen Podcast aufgenommen, bevor es zu coronabedingten Reisebeschränkungen kam und dann erst letzte Woche ein kurzes Nachgespräch online geführt, um über die aktuelle Situation zu sprechen, weshalb ich Unterschiede in der Tonqualität zu entschuldigen bitte.

Der Klinikverbund Südwest mit Sitz im baden-württembergischen Sindelfingen hat 5000 Mitarbeiter, 6 Standorte und zählt zu den größten und leistungsfähigsten kommunalen Gesundheitseinrichtungen in Süddeutschland.

Mein Gast wuchs in Wiesbaden auf, studierte Politikwissenschaft, Philologie und Philosophie an der Rupprecht Karls Universität in Heidelberg und der Johannes Gutenberg Universität Mainz, bevor er seine Karriere 2012 als Referent von Ministern und Abgeordneten in der hessischen Landespolitik startete. Der leidenschaftliche Autor von zahlreichen Artikeln, Blogbeiträgen und Büchern entdeckte 2014 die Gesundsheitsbranche für sich, als er bei den Frankfurter Rotkreuz-Kliniken einstieg und einen der bekanntesten Employer Branding-Cases im Klinikwesen aufbaute. Seitdem ist er der Branche treu geblieben: Erst als Berater und Director Healthcare der Kommunikationsagentur JP/Kom und seit 2019 beim Klinikverbund Südwest.

Nebenher hat er einen MBA in Communication & Leadership an der Quadriga Hochschule Berlin gemacht und ist außerdem Regional Coordinator für die EACD.

Wir sprechen über nicht funktionierende Stellenanzeigen, Bullshit-Bingo, die Influencer-Rolle von Chefärzten und die besonderen Herausforderungen des Gesundheitswesens.

029: Edgar Schulten – Stabilo

Edgar Schulten ist Director International Marketing bei Stabilo International. Das Unternehmen wurde vor über 160 Jahren gegründet, firmiert seit 1925 unter dem inzwischen weltweit bekannten Namen Stabilo und gehört gemeinsam mit den Schwestern Schwan Cosmetics, Deuter, Ortovox, Maier Sports und Gonso zur Schwan-Stabilo Unternehmensgruppe.

Mit ihren Leuchtturm Produkten, dem Stabilo Boss und dem Point 88, hat Stabilo eine globale Lovebrand geschaffen. Dabei legt das Unternehmen mit dem Claim „We enable people to express themselves“ einen hohen Wert auf Markenkonsistenz und ein hochwertiges POS-Erlebnis.

Mein Gesprächspartner wuchs in einer Textilfamilie auf und absolvierte sein Studium an der Bergischen Universität Wuppertal. Im Herzen ist er ein Kreativer, der nach 15 Jahren in der Modebranche (u.A. bei Seidensticker und der Einhorn Modemanufaktur), in der zwölf Kollektionen im Jahr die Norm sind, 2012 bei Stabilo einstieg. Dort musste er sich zuerst an eine etwas gemächlichere Taktung gewöhnen, denn Produktentwicklungen dauern hier gerne mal 3-5 Jahre.

Inspiriert von Jason Denhams Busfahrer-Jeans aus Japan, Möbelstücken von USM und Eames und Taschen von Filson, schätzt meinen Gast sich sehr glücklich, für zwei Markenversteher wie Stabilo Geschäftsführer Sebastian Schwanhäuser und Horst Brinkmann zu arbeiten. Das Familienunternehmen aus Heroldsberg in der Nähe von Nürnberg entdeckte die Kraft der Marke früh für sich, engagierte Günther Strach als erstes Testimonial, stattete weitere große Namen wie z.B. Helmut Kohl mit Stabilo Boss Highlightern aus und wurde somit zum Vorreiter in Sachen Influencer Marketing.

Mein Gesprächspartner kriegt von Themen wie Disruption des Einzelhandels, Digitalisierung der Gesellschaft oder Nachhaltigkeit weder Kopf- noch Bauchschmerzen, sondern sieht diese als Innovationstreiber und fühlt sich mit der Familie Schröder und der Stabilo Mann gut für die Zukunft gerüstet.

Wir reden darüber wie man Farben im Audio-Bereich kommunizieren kann, über Verrücktheit und über Kreativität als verbindendes Element, darüber wie man Kinder leistungsfähiger macht und wie die Lavalampe als Metapher für diversitätsorientierte Markenführung funktionieren kann.

028: Dagmar Hugenroth – UVEX

Dagmar Hugenroth ist Head of Corporate Branding and Marketing bei der UVEX group

Das 1926 in Fürth gegründete Familienunternehmen trägt seit 1956 den Namen UVEX und ist weltweit bekannt für seine Brillen und Helme für Radsport, Reitsport und Wintersport. Doch dieser Hidden Champion hat seinen eigenen Hidden Champion: Arbeitssicherheit, d.h. Sicherheitsschuhe, -brillen und Berufsbekleidung. Diese Sparte ist bei UVEX für mehr als 75% des Umsatzes verantwortlich!

Meine Gesprächspartnerin ist gelernte Hotelfachfrau, studierte European Business Studies und war nach ihrem MarComms Karrierestart bei Otto lange Zeit bei adidas, bevor sie 2008 bei UVEX anheuerte. Sie ist verantwortlich für die Markenentwicklung aller sieben Produktmarken (z.B. Alpina, Filtral, Hex Armor und Heckel) sowie für die interne und externe Kommunikation der UVEX-Gruppe… und all das in Teilzeit!

Wir reden über die Vorteile in Deutschland zu produzieren, Helmtragequoten, die Zusammenarbeit mit der Autobranche, und den Kurswechsel von UVEX, der zwei verschiedene Sparten wieder unter der Mission Protecting People vereinigt hat.

027: Steve Plesker – AOK

Steve Plesker ist Geschäftsführer Markt und Produkte beim AOK Bundesverband, der größten Marke in der gesetzlichen Krankenversicherung mit mehr als 26 Millionen Versicherten.

Gegründet wurde die AOK 1884 von Otto von Bismarck. Der Bundesverband hat vor zehn Jahren seinen Sitz in die Nähe des Bundespolitik nach Berlin verlagert und dient als politische Interessensvertretung und als Dienstleister für die elf eigenständigen AOKs.

Mein Gesprächspartner ist ehemaliger Planner. Er arbeitete für diverse Agenturen wie SelectNY, diffferent, Scholz & Friends und DDB und beriet in dieser Zeit Unternehmen wie Opel, Vapiano, P&G, Volkswagen und Siemens.

Seit 2017 ist er bei der AOK und hat dort trotz Nachholbedarfs bezüglich des Themas Krankenversicherung schon eine Menge bewegt: Das Content Marketing und Jugendmarketing hat er schon erneuert; die nächste große Baustelle lautet Corporate Design.

Es ist ihm ein besonderes Anliegen, die präventiven Dienstleistungen des Unternehmens stärker ins Bewusstsein zu rücken: Von Online Depression Coaching über Schwangerschafts Apps, Zucker Apps, Fitness Trackern, Pflegeberatung bis hin zu Stress Coaching.

Wir sprechen über die Probleme im Bereich Fast-Casual Dining, Schwierigkeiten bei der Agenturauswahl, wenn man Vergaberechten unterliegt, Inhousing, Brand Marketing vs. Performance Marketing, warum Influencer Marketing und e-Sport sinnvoll aber mit Vorsicht zu genießen sind und die Wichtigkeit von Back-channel Diplomacy und Gremien-Arbeit.

026: Marc Raschke – Klinikum Dortmund

Marc Raschke ist Leiter der Unternehmenskommunikation des Klinikums Dortmund, des reichweitenstärksten Krankenhauses in Deutschland.

Mein Gast stammt aus Bochum und hat schon während seiner Schulzeit seine ersten Geschäftsideen entwickelt. Nachdem er Politik, Geschichte und angewandte Kulturwissenschaft in Münster studiert und ein Volontariat bei der WAZ absolviert hatte, arbeitete er als selbstständiger PR Berater u.a. mit Kunden wie Douglas oder Galeria Kaufhof Karstadt zusammen.

Schon vor Jahren wurde er von ProSieben.Sat1 mit „Der außergewöhnlichsten Geschäftsidee Deutschlands“ ausgezeichnet. Trotz mickriger Budgets für seine PR-Arbeit ist der bereits dutzendfach Preisgekrönte inzwischen auch zweifacher Gewinner des Goldenen Apfels, der Auszeichnung des Bundesverbandes deutscher Pressesprecher.

Er beschäftigt sich seit 2005 mit dem Thema Medizin und kam 2013 zum Klinikum Dortmund, als dies kurz vor der Pleite stand. Mit außergewöhnlicher Kreativität, beeindruckendem Unternehmergeist, Glaubwürdigkeit und Engagement haben er und sein kleines Team mit viel Spaß und Élan vor allem soziale Kanäle wie Facebook, LinkedIn, Twitter, youtube, Instagram, Snapchat, Jodel, und TikTok genutzt, um einen neuen Maßstab in Sachen Markenführung bei deutschen Krankenhäusern zu etablieren.

Wir reden über Penisschnecken-Ausstellungen, Ehrfurcht vor Warenhäusern, darüber, weshalb er Newsletter gruselig findet, und nicht zuletzt natürlich über die Besonderheiten bei der Markenführung eines Krankenhauses.

023: Thorsten Sperlich – Grohe

Thorsten Sperlich ist Europa Kommunikationschef beim japanischen LIXIL Konzern und  Chief Communications Officer bei der Grohe AG, Hersteller von Sanitärprodukten und ein weiteres deutsches Unternehmen mit einer komplizierten Familiengeschichte. Grohe entstand nachdem Friedrich Grohe, der Sohn des Schiltacher Armaturenherstellers Hans Grohe, 1936 eine Kleineisenfabrik kaufte und die Fertigung auf Badezimmerarmaturen konzentrierte. Das Düsseldorfer Unternehmen hat inzwischen 6000 Mitarbeiter in 150 Ländern und gehört seit 2014 der japanischen LIXIL Group.

Als Sneakerhead  kennt der gebürtige Norddeutsche die Kraft von Marken nur allzu gut und seine lange Zeit auf Agenturseite bei Ketchum Pleon und Scholz & Friends sowie seine letzte Position als Head of Brand PR bei The Coca-Cola Company haben ihn für die Herausforderungen eines CCOs und alle Fragen rund um das Thema Markenführung sehr gut gerüstet.

Wir sprechen über die Rolle von Marke bei Grohes Innovationen rund um Smart Homes, Intelligent Living und IoT-Produktentwicklung, Geschäftsmodelle aus dem 20. Jahrhundert und warum das Risiko von Wasserschäden eine super Chance für Grohe bietet.

020: Axel Löber – E.ON

Axel Löber ist Leiter Global Brand & Marketing beim Energieriesen E.ON, der mit rund 70.000 Mitarbeitern einer der weltweit größten Stromversorger in privatem Besitz ist.

Zum Thema Marke kam mein Gast über die Schiene Communication Strategy.  Nach seinem Literatur- und Politik-Studium in Gießen sammelte er als Berater unter anderem bei Hering Schuppener Erfahrung, bevor er 2011 bei Merck einstieg, dort später die Abteilung Branding & Communication Strategy aufbaute und Themen wie Markenstrategie, Design und Markenarchitektur verantwortete. Highlight war das vielfach preisgekrönte Rebranding des Unternehmens 2015.

Seit Januar 2019 ist Axel bei E.ON, wo er für Marke und Marketing des Konzerns zuständig ist.

Er beobachtet gerne Underdog Marken die es nicht so einfach haben, um zu verstehen, wie sie Themen angehen, und er weiß, dass die Bedeutung von Visitenkarten nicht unterschätzt werden darf.

018: Max Wittrock – mymuesli

Max Wittrock ist Mitgründer und „Außenminister“ des Passauer Startups mymuesli.

Er hat Jura studiert, nebenbei eine journalistische Ausbildung gemacht, fühlt sich jetzt im Herzen als Geschichtenerzähler und findet alle Touchpoints gleich wichtig.

Mit seinen zwei Partnern Hubertus Bessau und Philipp Kraiss hat der leidenschaftliche Retail-Fan mymuesli in 2007 gegründet und zum Vorzeige-Food-Startup in Deutschland aufgebaut.

Er erzählt wie er sich dank Autoren wie Al und Laura Ries, Malcolm Gladwell, Frédéric Laloux, Tom Wainwright und Daniel Kahneman immer weiterbildet und sich von den außergewöhnlichen Einzelhandelskonzepten von Helmut Lang, Prada und Damien Hirst begeistern lässt.

017: Dr. Martell Beck – BVG

Dr. Martell Beck ist Head of Sales, Marketing und Digitization bei der Berliner Verkehrsbetriebe GmbH (BVG).

Die BVG als Teil des dynamischen Urban Mobility Sektors, bewegt täglich mehr als 3 Mio Fahrgäste, kämpft mit etlichen neuen Konkurrenten (von Ride-Sharing über E-Scooter, Mieträder und seit neuestem E-Rollern) und setzt mit dem Claim „Weil wir Dich lieben“ alles auf die Sympathiekarte – cool, lässig, Berlin.

Der gebürtige Heidelberger erzählt, wie er in seiner aktuellen Rolle mit einem NPS Score von -17 gestartet ist, wie (warum?) die BVG zu ihren U-Bahnen mit einem Durchschnittsalter von 35 Jahren steht, wie sie ihren wichtigsten Kanal, Social Media, sehr geschickt in beide Richtungen als Kommunikationstool verwendet und wie sie gemeinsam mit adidas und Jung von Matt eine der weltweit tollsten Markenaktionen der letzten Jahrzehnte veranstaltet haben.

Der ehemalige Vorstandsassistent der Deutschen Bahn, der seit über 17 Jahren in der ÖPNV-Branche unterwegs ist, spricht über Universal Music und U2, die Wichtigkeit von Rückkanälen, alternative Produktideen wie BerlKönig oder Jelbi. Er berichtet, dass er bis zum Vorstand für seinen Kampagnen kämpft, damit die BVG für kleines Geld nicht nur auf Social Media und in der Fachpresse gefeiert wird, sondern auch in der Tagesschau, dem Spiegel, der Berliner Zeitung, der New York Times, dem Guardian usw. gelobt wird.

016: Lars Gerber – bon prix

Lars Gerber ist VP Brand & Communication beim Hamburger Modeversandspezialisten bon prix.

Mit mehr als 3000 Mitarbeitern, 3,5 Mio Kunden und einem Jahresumsatz von über 1,56 Mrd Euro gehört bon prix zu den Top 5 Internet-Retailern in Deutschland. Das Unternehmen war sehr früh im digitalen Bereich präsent und baut mit Digital-, Katalog- und Einzelhandel auf eine 3-Säulen-Strategie, um sich gegen starke Konkurrenten durchzusetzen.

Nach seinem Studienabschluss an der Uni Bayreuth, war mein Gast zunächst bei Unilever für verschiedene FMCG Marken verantwortlich, bevor er zum Capri Sonne Hersteller SiSi-Werke wechselte. Seit 2014 arbeitet er bei der Otto Group Tochter bon prix. 

Er erklärt, warum „alte Muttis“ so wichtig sind, was hinter „It’s me“ steckt und was die vorbildliche Kooperation zwischen den Otto Group Schwestern mit sich bringt.

015: Boris Dolkhani – Bosch

Boris Dolkhani ist im Münchner Stadtteil Schwabing, in Sichtweite von BMW, aufgewachsen. Zunächst hat er ein Medizinstudium begonnen, doch dann ging ihm ein Licht auf und er entdeckte seine eigentliche Berufung: Markenführung!  

Nachdem er mehrere Agenturen gegründet und geführt hatte, wechselte er 2013 auf Kundenseite,modernisierte das Markenbild des Augsburger Roboter Herstellers KUKA radikal und positionierte den Konzern erfolgreich als eines der führenden deutschen Industrie 4.0 Unternehmen.

Seit 2017 ist er Vice President Brand Management und Marketing Communication bei Bosch, das 1886 gegründet wurde, mittlerweile mehr als 400.000 Mitarbeiter hat und im vergangenen Jahr einen Umsatz von 78.5 Milliarden Euro verbuchen konnte.  Dort hat mein Gesprächspartner mit der genialen Markenkampagne „Like a Bosch“ viel dazu beigetragen, dass Bosch als höchst innovativer Industrieführer beim Thema IoT wahrgenommen wird.

Der Motorrad-Enthusiast erzählt, wie er den FC Bayern als erste große Marke lieben lernte, warum er sich trotz seiner „Runman“ Enttäuschung mit adidas noch sehr verbunden fühlt und was er Ping Pong und Jung von Matt zu verdanken hat.

Er spricht über win-lose Verhandlungen mit amerikanischen Unternehmen wie Nike und Apple, darüber, wie wichtig es ist, herbe Schläge wegstecken und letztlich für sich nutzen zu können und die Zeit, als er Angela Merkel empfangen hat.

014: Peter Baumann – LIQUI MOLY

Peter Baumann ist als Marketingleiter wohl genauso ein Unikat wie sein Arbeitgeber. Seit 1986 ist er tätig bei LIQUI MOLY, dem Spezialisten für Schmierstoffe und Motoröle mit Sitz in Ulm. Auch heute, 33 Jahre nach seinem Einstieg, ist er immer noch höchst engagiert, um LIQUI MOLY international auch gegen die größten und härtesten Wettbewerber im Energiesektor voranzubringen.

Das Unternehmen wurde 1957 gegründet, beschäftigt aktuell knapp 900 „Mitunternehmer“ und erzielt einen Jahresumsatz von 550 Mio EUR, wovon über die Hälfte in mehr als 120 Ländern der Welt erwirtschaftet werden.

Dass das Unternehmen schon vor mehr als 10 Jahren mit Social Purpose Konzepten unterwegs war, verdeutlicht, dass bei LIQUI MOLY die soziale Verantwortung des Unternehmens für seine Mitarbeiter schon immer ganz großgeschrieben wurde. Diese Fairness in Verbindung mit transparenter interner Kommunikation hat zu einer bemerkenswert niedrigen Fluktuationsrate der „Mitunternehmer“ geführt.

Peter Baumann erklärt, wie Geschäftsführer Ernst Prost eine „Teamworker“ Philosophie ins Unternehmen gebracht und konsequent umgesetzt hat, warum LIQUI MOLY sich gegen erheblich stärkere Konkurrenten behaupten kann, warum sie gerne viel Steuer in Deutschland bezahlen und wie sie vor allem Sportsponsoring sehr kreativ eingesetzt haben, um die Marke aufzubauen und weiterzuentwickeln.

013: Dr. Denise Heinermann & Carolin Guethenke – smart

In einer innovativen und erfolgreichen Jobsharing-Konstellation verantworten Dr. Denise Heinermann und Carolin Güthenke gemeinsam den Bereich Marketing Communications und Brand Management beim smart in Stuttgart.

Bereits 1989 erklärte Nicolas G. Hayek, der Erfinder der Swatch-Uhr, dass er ein kleines Stadtauto auf den Markt bringen wolle. Um diese Idee erfolgreich umzusetzen, wandte sich Hayek an Mercedes-Benz als erfahrenen Partner. Produktion und Verkauf des ersten smart liefen 1998 an.

Beide Gäste sind langjährige Angestellte des Daimler Konzerns und über Stationen bei Mercedes-Benz PKW und Vans sowie Daimler Trucks, seit 2016 in ihre jetzigen Rolle gekommen.  Mit abgeschlossenen Studien an der LMU München bzw. Lancaster Universität, der Dualen Hochschule Baden-Württemberg und der ESB Business School in Reutlingen bringen sie auch Erfahrung bei der MotorPresse, Unilever sowie der Universität Lissabon mit.  

Sie erklären, warum smart eine der höchsten Wiederkaufraten in der Auto-Branche hat und eine der leistungsstärksten Marken des Daimler-Konzerns ist und teilen uns ihre „elektrisierenden“ Pläne für 2019 mit.

012: Peter Prislin – Hans im Glück

Peter Prislin ist Geschäftsführer und Chief Marketing Officer von Hans im Glück, Deutschlands Gourmet Burger Pionier.

Obwohl erst 2010 gegründet, hat das Systemgastronomie-Unternehmen aus München heute schon einen Jahresumsatz von mehr als 120mio EUR, über 3600 Mitarbeiter und 66 Restaurants in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Singapur.

Mein Gast hat seine Karriere als Party- und Event-Veranstalter angefangen bevor er beim Rundfunk und für verschiedene Agenturen als Copywriter, Konzepter und Creative Director arbeitete, die Agenturen 12snap, Heye und WWG führte und im vergangenen Jahr mit seinem Wechsel zu Hans im Glück schließlich den Sprung auf die Kundenseite wagte.

Im Interview erklärt er, warum das Thema Marke bei Hans im Glück ganz großgeschrieben wird, Birkenstämme wichtige CI Elemente sind und was es mit der möglicherweise teuersten Speisekarten der Franchise-Restaurant-Geschichte auf sich hat.

011: Dr. Christian Deuringer – Allianz

Dr. Christian Deuringer ist Director Global Brand Management bei Allianz – das weltgrößte Versicherungsunternehmen mit Hauptsitz in München, ca. 140.000 Mitarbeiter und einen Jahresumsatz von mehr als €127 Milliarden. 

Mit einem Wirtschaftsabschluss von Ludwig-Maximilians Universität München und einem Doktortitel in Wirtschaftswissenschaften und Change Management von den Bundeswehr Universität in München, erzählt Christian  warum sein erster Arbeitgeber Procter & Gamble alles richtig macht und von den Herausforderungen bei der Vorbereitung des globalen Relaunches der Marke MINI während seiner Zeit bei BMW. Wir sprechen über seiner Zeit als Leiter Marketing und Operations bei Startup wannago und seiner 15-jährigen Karriere bei Allianz.

 

Mein Gast erklärt was hinter dem Hashtag #explorewithus steckt, was Allianz aus ihren 8(!) Stadionsponsoring-Deals gelernt hat, wie sie ihre Formel-E Partnerschaft aktivieren, die Logik hinter ihrem Engagement in der Drone Racing League, worauf sie sich über die bevorstehende Partnerschaft mit dem IOC freuen und warum es wichtig ist, ihren operativen Einheiten einen „Tanzfläche“ zu bieten.

010: Tim Koch & Uli Rohrmayr – Bobby&Fritz

Tim Koch und Uli Rohrmayr sind die Geschäftsführer der in Essen ansässigen Imbiss- und Gastromarke Bobby&Fritz.

Bobby&Fritz wurde 2013 gegründet und hat heute bereits 37 Läden in Deutschland. Mit einem laserartigen Fokus auf ihre Marke vom ersten Tag an, haben Tim und Uli unter dem Motto „Iss geil“ einen frischen Akzent gesetzt. So peppen sie z.B. mit ihren eigenen Soßen (die Kung-Fu Soße kann ich wärmstens empfehlen!) die Klassiker wie Currywurst, Pommes und Schnitzel auf und bringen auch neue Produkte wie den „Sloppy Bob“ auf den Markt.

Meine Gäste stammen ursprünglich aus der Gastronomie- bzw. Hotelbranche und statt nur ihr eigenes Süppchen zu brauen, treiben sie den Erfolg der gesamten Fast Casual Gastro-Branche durch ihre Aktivitäten bei dem Leaders Club Deutschland und Gastro Start-up Sessions, sowie dem Institute of Culinary Art (eine Akademie für die Foodservice-Branche) voran.

009: Katrin Menne – Merck

Katrin Menne ist Head of Brand Management bei Merck. 

Nach Abschluss ihres Studiums an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig und der Hochschule Pforzheim hat sie einen Karrierestart bei MetaDesign und der GMK Markenberatung hingelegt, bevor sie 2014 bei ihrem aktuellen Arbeitgeber eingestiegen ist. 

Das Unternehmen mit Hauptsitz in Darmstadt hat ca. 51.000 Mitarbeiter in über 66 Länder weltweit und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von mehr als €15 Milliarden. 

In 2018, während deutlich jüngeren Marken wie airbnb, Spotify, Pinterest und Google damit beschäftigt waren, ihre Corporate Identity drastisch zu vereinfachen, hat Merck sein 350jähriges Jubiläum gefeiert! Einer der unbestrittenen Stars der Feierlichkeiten – die vor kurzum eingeführte Corporate Identity von Merck, eines der radikalsten und mutigsten Rebrandings der letzten 10 Jahren in Europa.

Katrin erklärt die Strategie und den Prozess hinter der neuen Identität, und wie das starkpolarisierende Design die Bekanntheit von Merck enorm verbessert und ihnen geholfen hat, sich aus einer sea-of-sameness chemisch-pharmazeutischen Nische in ein Wissenschafts- und Technologieunternehmen zu entwickeln.

007: Alexander Engelhardt – Deutsche Telekom

Alexander Engelhardt ist Vice President Brand Management bei Europas größtem Telekommunikationsunternehmen Deutsche Telekom. Mit mehr als 217.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von über 75 Milliarden Euro ist der Magenta-Riese auch eine der anspruchsvollsten und markenorientiertesten Organisationen Deutschlands. Die Telekom hat nicht nur die Macht der Farbe im Branding bewiesen, sondern zeigt mit der Positionierung „Life is for sharing.“ wie man sich erfolgreich von einer Technologie- zu einer Erlebnismarke wandeln und gleichzeitig mit einer klaren Haltung gesellschaftliche Entwicklungen vorantreiben kann. Mein Gast ist ein leidenschaftlicher American Football Fan, der seine Wertschätzung für die Marke während seines Studiums der Beriebswirtschaftslehre an der Johannes Gutenburg Universität in Mainz entdeckte. Er verbrachte die ersten Jahre seiner Karriere bei der Deutschen Bahn und B.Braun, bevor er 2012 zur Deutschen Telekom kam und 2017 seine derzeitige Rolle als VP Brand Management und Leiter eines Teams von 10 Markenprofis übernahm.

006: Lars Bolle – DER Touristik

Lars Bolle ist Vice President Group Brand Management für die DER Touristik Group, einem der größten europäischen Reise- und Touristikanbieter.

Die REWE-Tochter blickt auf ein 100-jähriges Bestehen zurück, betreut über 7 Millionen Kunden mit 10.000 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Umsatz von 6,5 Milliarden Euro. In einer Branche, in der die Disruption schon beinahe Tradition ist, betreibt DER Touristik ein „Branded House of Brands“ Markenführungsmodell. Das Haus umfasst mehrere Online-Portale, Hotelketten, Reiseveranstalter und sogar eine Fluggesellschaft und seine über 60 Submarken konkurrieren europaweit mit unzähligen anderen Marken auf einem sehr umkämpften Marktsektor.

Mein Gast kommt ursprünglich aus Münster und hat an der Westfälischen-Wilhelms-Universität Politik, Wirtschaftspolitik und Soziologie studiert. Er hat bisher den größten Teil seines bisherigen Berufslebens in der Telekommunikationsbranche verbracht und war zuletzt Head of Brand Transformation bei der Deutschen Telekom, wo er insgesamt 15 Jahre verbrachte, bevor er 2013 in die Reise- und Tourismusbranche wechselte. Heute führt er die Geschicke des Markenmanagements bei DER Touristik.

004: Christian Dehn – Hohner

Christian Dehn ist Direktor für Vertrieb und Marketing beim unangefochtenen Weltmarktführer für Akkordeons und Mundharmonikas, Hohner Musikinstrumente.

Hohner wurde bereits 1857 gegründet. Mit einem Höchststand von 5000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 33 Millionen Hamonikas zu Beginn des 20. Jahrhunderts befindet sich die einzigartig authentische Marke Hohner in einer herausfordernden Branche, die seit den 80er Jahren unter der rückläufigen Nachfrage leidet und sich inzwischen bei 200 Mitarbeitern stabilisiert hat, sich auf eine stärkere Bindung an den Endverbraucher konzentriert und auf eine positive Zukunft schaut.

Der heutige Gast erlernte sein Handwerk beim Luxus-Füllhalter- und Kugelschreiberhersteller Mont Blanc, für den er lange Zeit die Vertriebs- und Marketingaktivitäten in Asien leitete. Seit 2014 leitet der studierte Betriebswirt das 25-köpfige Verkaufs- und Marketingteam von Hohner von seinem globalen Hauptsitz in Trossingen, Baden Württemberg, aus.

Mit der Mission „Musik für Jedermann zugänglich zu machen“ hatte der Hamburger das Vergnügen, mit Markenbotschaftern wie Ozzy Osborne, Bob Dylan und Bryan Adams zusammenzuarbeiten.

003: Dr. Alexander Steinforth – Fortuna Düsseldorf

Dr. Alexander Steinforth ist Direktor für Strategie, Business Development, Marketing und Digital bei einem der ältesten Fußballvereine Deutschlands, der Fortuna Düsseldorf. Dort muss er sich sowohl mit B2B- als auch mit B2C-Herausforderungen auseinandersetzen. Seine Aufgabe: Sicherstellen, dass die Marke Fortuna nicht nur für Fans, sondern auch für Sponsoren und Partner höchst attraktiv ist und bleibt. Als Meister der 2. Bundesliga in der Saison 2017/18, ist der Verein in dieser Saison nun wieder in der 1. Bundesliga dabei – authentisch und ehrgeizig und zwar sowohl auf dem Platz als auch außerhalb.

Der promovierte Jurist arbeitete zunächst als Unternehmensberater und war anschließend für Medien, Start-ups und Sportorganisationen in Deutschland und England tätig. 2017 kehrte er von Manchester United nach Düsseldorf zurück, um der Fortuna zu helfen, als sie noch Abstiegskandidat war. Dort hat er inzwischen ein sehr erfolgreiches Rebranding-Programm geleitet, für das es viel Anerkennung sowie Auszeichnungen gab – und das, obwohl weder Logo noch Farben verändert wurden…