B2C

027: Steve Plesker – AOK

Steve Plesker ist Geschäftsführer Markt und Produkte beim AOK Bundesverband, der größten Marke in der gesetzlichen Krankenversicherung mit mehr als 26 Millionen Versicherten.

Gegründet wurde die AOK 1884 von Otto von Bismarck. Der Bundesverband hat vor zehn Jahren seinen Sitz in die Nähe des Bundespolitik nach Berlin verlagert und dient als politische Interessensvertretung und als Dienstleister für die elf eigenständigen AOKs.

Mein Gesprächspartner ist ehemaliger Planner. Er arbeitete für diverse Agenturen wie SelectNY, diffferent, Scholz & Friends und DDB und beriet in dieser Zeit Unternehmen wie Opel, Vapiano, P&G, Volkswagen und Siemens.

Seit 2017 ist er bei der AOK und hat dort trotz Nachholbedarfs bezüglich des Themas Krankenversicherung schon eine Menge bewegt: Das Content Marketing und Jugendmarketing hat er schon erneuert; die nächste große Baustelle lautet Corporate Design.

Es ist ihm ein besonderes Anliegen, die präventiven Dienstleistungen des Unternehmens stärker ins Bewusstsein zu rücken: Von Online Depression Coaching über Schwangerschafts Apps, Zucker Apps, Fitness Trackern, Pflegeberatung bis hin zu Stress Coaching.

Wir sprechen über die Probleme im Bereich Fast-Casual Dining, Schwierigkeiten bei der Agenturauswahl, wenn man Vergaberechten unterliegt, Inhousing, Brand Marketing vs. Performance Marketing, warum Influencer Marketing und e-Sport sinnvoll aber mit Vorsicht zu genießen sind und die Wichtigkeit von Back-channel Diplomacy und Gremien-Arbeit.

026: Marc Raschke – Klinikum Dortmund

Marc Raschke ist Leiter der Unternehmenskommunikation des Klinikums Dortmund, des reichweitenstärksten Krankenhauses in Deutschland.

Mein Gast stammt aus Bochum und hat schon während seiner Schulzeit seine ersten Geschäftsideen entwickelt. Nachdem er Politik, Geschichte und angewandte Kulturwissenschaft in Münster studiert und ein Volontariat bei der WAZ absolviert hatte, arbeitete er als selbstständiger PR Berater u.a. mit Kunden wie Douglas oder Galeria Kaufhof Karstadt zusammen.

Schon vor Jahren wurde er von ProSieben.Sat1 mit „Der außergewöhnlichsten Geschäftsidee Deutschlands“ ausgezeichnet. Trotz mickriger Budgets für seine PR-Arbeit ist der bereits dutzendfach Preisgekrönte inzwischen auch zweifacher Gewinner des Goldenen Apfels, der Auszeichnung des Bundesverbandes deutscher Pressesprecher.

Er beschäftigt sich seit 2005 mit dem Thema Medizin und kam 2013 zum Klinikum Dortmund, als dies kurz vor der Pleite stand. Mit außergewöhnlicher Kreativität, beeindruckendem Unternehmergeist, Glaubwürdigkeit und Engagement haben er und sein kleines Team mit viel Spaß und Élan vor allem soziale Kanäle wie Facebook, LinkedIn, Twitter, youtube, Instagram, Snapchat, Jodel, und TikTok genutzt, um einen neuen Maßstab in Sachen Markenführung bei deutschen Krankenhäusern zu etablieren.

Wir reden über Penisschnecken-Ausstellungen, Ehrfurcht vor Warenhäusern, darüber, weshalb er Newsletter gruselig findet, und nicht zuletzt natürlich über die Besonderheiten bei der Markenführung eines Krankenhauses.

023: Thorsten Sperlich – Grohe

Thorsten Sperlich ist Europa Kommunikationschef beim japanischen LIXIL Konzern und  Chief Communications Officer bei der Grohe AG, Hersteller von Sanitärprodukten und ein weiteres deutsches Unternehmen mit einer komplizierten Familiengeschichte. Grohe entstand nachdem Friedrich Grohe, der Sohn des Schiltacher Armaturenherstellers Hans Grohe, 1936 eine Kleineisenfabrik kaufte und die Fertigung auf Badezimmerarmaturen konzentrierte. Das Düsseldorfer Unternehmen hat inzwischen 6000 Mitarbeiter in 150 Ländern und gehört seit 2014 der japanischen LIXIL Group.

Als Sneakerhead  kennt der gebürtige Norddeutsche die Kraft von Marken nur allzu gut und seine lange Zeit auf Agenturseite bei Ketchum Pleon und Scholz & Friends sowie seine letzte Position als Head of Brand PR bei The Coca-Cola Company haben ihn für die Herausforderungen eines CCOs und alle Fragen rund um das Thema Markenführung sehr gut gerüstet.

Wir sprechen über die Rolle von Marke bei Grohes Innovationen rund um Smart Homes, Intelligent Living und IoT-Produktentwicklung, Geschäftsmodelle aus dem 20. Jahrhundert und warum das Risiko von Wasserschäden eine super Chance für Grohe bietet.

020: Axel Löber – E.ON

Axel Löber ist Leiter Global Brand & Marketing beim Energieriesen E.ON, der mit rund 70.000 Mitarbeitern einer der weltweit größten Stromversorger in privatem Besitz ist.

Zum Thema Marke kam mein Gast über die Schiene Communication Strategy.  Nach seinem Literatur- und Politik-Studium in Gießen sammelte er als Berater unter anderem bei Hering Schuppener Erfahrung, bevor er 2011 bei Merck einstieg, dort später die Abteilung Branding & Communication Strategy aufbaute und Themen wie Markenstrategie, Design und Markenarchitektur verantwortete. Highlight war das vielfach preisgekrönte Rebranding des Unternehmens 2015.

Seit Januar 2019 ist Axel bei E.ON, wo er für Marke und Marketing des Konzerns zuständig ist.

Er beobachtet gerne Underdog Marken die es nicht so einfach haben, um zu verstehen, wie sie Themen angehen, und er weiß, dass die Bedeutung von Visitenkarten nicht unterschätzt werden darf.

018: Max Wittrock – mymuesli

Max Wittrock ist Mitgründer und „Außenminister“ des Passauer Startups mymuesli.

Er hat Jura studiert, nebenbei eine journalistische Ausbildung gemacht, fühlt sich jetzt im Herzen als Geschichtenerzähler und findet alle Touchpoints gleich wichtig.

Mit seinen zwei Partnern Hubertus Bessau und Philipp Kraiss hat der leidenschaftliche Retail-Fan mymuesli in 2007 gegründet und zum Vorzeige-Food-Startup in Deutschland aufgebaut.

Er erzählt wie er sich dank Autoren wie Al und Laura Ries, Malcolm Gladwell, Frédéric Laloux, Tom Wainwright und Daniel Kahneman immer weiterbildet und sich von den außergewöhnlichen Einzelhandelskonzepten von Helmut Lang, Prada und Damien Hirst begeistern lässt.

017: Dr. Martell Beck – BVG

Dr. Martell Beck ist Head of Sales, Marketing und Digitization bei der Berliner Verkehrsbetriebe GmbH (BVG).

Die BVG als Teil des dynamischen Urban Mobility Sektors, bewegt täglich mehr als 3 Mio Fahrgäste, kämpft mit etlichen neuen Konkurrenten (von Ride-Sharing über E-Scooter, Mieträder und seit neuestem E-Rollern) und setzt mit dem Claim „Weil wir Dich lieben“ alles auf die Sympathiekarte – cool, lässig, Berlin.

Der gebürtige Heidelberger erzählt, wie er in seiner aktuellen Rolle mit einem NPS Score von -17 gestartet ist, wie (warum?) die BVG zu ihren U-Bahnen mit einem Durchschnittsalter von 35 Jahren steht, wie sie ihren wichtigsten Kanal, Social Media, sehr geschickt in beide Richtungen als Kommunikationstool verwendet und wie sie gemeinsam mit adidas und Jung von Matt eine der weltweit tollsten Markenaktionen der letzten Jahrzehnte veranstaltet haben.

Der ehemalige Vorstandsassistent der Deutschen Bahn, der seit über 17 Jahren in der ÖPNV-Branche unterwegs ist, spricht über Universal Music und U2, die Wichtigkeit von Rückkanälen, alternative Produktideen wie BerlKönig oder Jelbi. Er berichtet, dass er bis zum Vorstand für seinen Kampagnen kämpft, damit die BVG für kleines Geld nicht nur auf Social Media und in der Fachpresse gefeiert wird, sondern auch in der Tagesschau, dem Spiegel, der Berliner Zeitung, der New York Times, dem Guardian usw. gelobt wird.

016: Lars Gerber – bon prix

Lars Gerber ist VP Brand & Communication beim Hamburger Modeversandspezialisten bon prix.

Mit mehr als 3000 Mitarbeitern, 3,5 Mio Kunden und einem Jahresumsatz von über 1,56 Mrd Euro gehört bon prix zu den Top 5 Internet-Retailern in Deutschland. Das Unternehmen war sehr früh im digitalen Bereich präsent und baut mit Digital-, Katalog- und Einzelhandel auf eine 3-Säulen-Strategie, um sich gegen starke Konkurrenten durchzusetzen.

Nach seinem Studienabschluss an der Uni Bayreuth, war mein Gast zunächst bei Unilever für verschiedene FMCG Marken verantwortlich, bevor er zum Capri Sonne Hersteller SiSi-Werke wechselte. Seit 2014 arbeitet er bei der Otto Group Tochter bon prix. 

Er erklärt, warum „alte Muttis“ so wichtig sind, was hinter „It’s me“ steckt und was die vorbildliche Kooperation zwischen den Otto Group Schwestern mit sich bringt.

015: Boris Dolkhani – Bosch

Boris Dolkhani ist im Münchner Stadtteil Schwabing, in Sichtweite von BMW, aufgewachsen. Zunächst hat er ein Medizinstudium begonnen, doch dann ging ihm ein Licht auf und er entdeckte seine eigentliche Berufung: Markenführung!  

Nachdem er mehrere Agenturen gegründet und geführt hatte, wechselte er 2013 auf Kundenseite,modernisierte das Markenbild des Augsburger Roboter Herstellers KUKA radikal und positionierte den Konzern erfolgreich als eines der führenden deutschen Industrie 4.0 Unternehmen.

Seit 2017 ist er Vice President Brand Management und Marketing Communication bei Bosch, das 1886 gegründet wurde, mittlerweile mehr als 400.000 Mitarbeiter hat und im vergangenen Jahr einen Umsatz von 78.5 Milliarden Euro verbuchen konnte.  Dort hat mein Gesprächspartner mit der genialen Markenkampagne „Like a Bosch“ viel dazu beigetragen, dass Bosch als höchst innovativer Industrieführer beim Thema IoT wahrgenommen wird.

Der Motorrad-Enthusiast erzählt, wie er den FC Bayern als erste große Marke lieben lernte, warum er sich trotz seiner „Runman“ Enttäuschung mit adidas noch sehr verbunden fühlt und was er Ping Pong und Jung von Matt zu verdanken hat.

Er spricht über win-lose Verhandlungen mit amerikanischen Unternehmen wie Nike und Apple, darüber, wie wichtig es ist, herbe Schläge wegstecken und letztlich für sich nutzen zu können und die Zeit, als er Angela Merkel empfangen hat.

014: Peter Baumann – LIQUI MOLY

Peter Baumann ist als Marketingleiter wohl genauso ein Unikat wie sein Arbeitgeber. Seit 1986 ist er tätig bei LIQUI MOLY, dem Spezialisten für Schmierstoffe und Motoröle mit Sitz in Ulm. Auch heute, 33 Jahre nach seinem Einstieg, ist er immer noch höchst engagiert, um LIQUI MOLY international auch gegen die größten und härtesten Wettbewerber im Energiesektor voranzubringen.

Das Unternehmen wurde 1957 gegründet, beschäftigt aktuell knapp 900 „Mitunternehmer“ und erzielt einen Jahresumsatz von 550 Mio EUR, wovon über die Hälfte in mehr als 120 Ländern der Welt erwirtschaftet werden.

Dass das Unternehmen schon vor mehr als 10 Jahren mit Social Purpose Konzepten unterwegs war, verdeutlicht, dass bei LIQUI MOLY die soziale Verantwortung des Unternehmens für seine Mitarbeiter schon immer ganz großgeschrieben wurde. Diese Fairness in Verbindung mit transparenter interner Kommunikation hat zu einer bemerkenswert niedrigen Fluktuationsrate der „Mitunternehmer“ geführt.

Peter Baumann erklärt, wie Geschäftsführer Ernst Prost eine „Teamworker“ Philosophie ins Unternehmen gebracht und konsequent umgesetzt hat, warum LIQUI MOLY sich gegen erheblich stärkere Konkurrenten behaupten kann, warum sie gerne viel Steuer in Deutschland bezahlen und wie sie vor allem Sportsponsoring sehr kreativ eingesetzt haben, um die Marke aufzubauen und weiterzuentwickeln.

013: Dr. Denise Heinermann & Carolin Guethenke – smart

In einer innovativen und erfolgreichen Jobsharing-Konstellation verantworten Dr. Denise Heinermann und Carolin Güthenke gemeinsam den Bereich Marketing Communications und Brand Management beim smart in Stuttgart.

Bereits 1989 erklärte Nicolas G. Hayek, der Erfinder der Swatch-Uhr, dass er ein kleines Stadtauto auf den Markt bringen wolle. Um diese Idee erfolgreich umzusetzen, wandte sich Hayek an Mercedes-Benz als erfahrenen Partner. Produktion und Verkauf des ersten smart liefen 1998 an.

Beide Gäste sind langjährige Angestellte des Daimler Konzerns und über Stationen bei Mercedes-Benz PKW und Vans sowie Daimler Trucks, seit 2016 in ihre jetzigen Rolle gekommen.  Mit abgeschlossenen Studien an der LMU München bzw. Lancaster Universität, der Dualen Hochschule Baden-Württemberg und der ESB Business School in Reutlingen bringen sie auch Erfahrung bei der MotorPresse, Unilever sowie der Universität Lissabon mit.  

Sie erklären, warum smart eine der höchsten Wiederkaufraten in der Auto-Branche hat und eine der leistungsstärksten Marken des Daimler-Konzerns ist und teilen uns ihre „elektrisierenden“ Pläne für 2019 mit.

012: Peter Prislin – Hans im Glück

Peter Prislin ist Geschäftsführer und Chief Marketing Officer von Hans im Glück, Deutschlands Gourmet Burger Pionier.

Obwohl erst 2010 gegründet, hat das Systemgastronomie-Unternehmen aus München heute schon einen Jahresumsatz von mehr als 120mio EUR, über 3600 Mitarbeiter und 66 Restaurants in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Singapur.

Mein Gast hat seine Karriere als Party- und Event-Veranstalter angefangen bevor er beim Rundfunk und für verschiedene Agenturen als Copywriter, Konzepter und Creative Director arbeitete, die Agenturen 12snap, Heye und WWG führte und im vergangenen Jahr mit seinem Wechsel zu Hans im Glück schließlich den Sprung auf die Kundenseite wagte.

Im Interview erklärt er, warum das Thema Marke bei Hans im Glück ganz großgeschrieben wird, Birkenstämme wichtige CI Elemente sind und was es mit der möglicherweise teuersten Speisekarten der Franchise-Restaurant-Geschichte auf sich hat.

011: Dr. Christian Deuringer – Allianz

Dr. Christian Deuringer ist Director Global Brand Management bei Allianz – das weltgrößte Versicherungsunternehmen mit Hauptsitz in München, ca. 140.000 Mitarbeiter und einen Jahresumsatz von mehr als €127 Milliarden. 

Mit einem Wirtschaftsabschluss von Ludwig-Maximilians Universität München und einem Doktortitel in Wirtschaftswissenschaften und Change Management von den Bundeswehr Universität in München, erzählt Christian  warum sein erster Arbeitgeber Procter & Gamble alles richtig macht und von den Herausforderungen bei der Vorbereitung des globalen Relaunches der Marke MINI während seiner Zeit bei BMW. Wir sprechen über seiner Zeit als Leiter Marketing und Operations bei Startup wannago und seiner 15-jährigen Karriere bei Allianz.

 

Mein Gast erklärt was hinter dem Hashtag #explorewithus steckt, was Allianz aus ihren 8(!) Stadionsponsoring-Deals gelernt hat, wie sie ihre Formel-E Partnerschaft aktivieren, die Logik hinter ihrem Engagement in der Drone Racing League, worauf sie sich über die bevorstehende Partnerschaft mit dem IOC freuen und warum es wichtig ist, ihren operativen Einheiten einen „Tanzfläche“ zu bieten.

010: Tim Koch & Uli Rohrmayr – Bobby&Fritz

Tim Koch und Uli Rohrmayr sind die Geschäftsführer der in Essen ansässigen Imbiss- und Gastromarke Bobby&Fritz.

Bobby&Fritz wurde 2013 gegründet und hat heute bereits 37 Läden in Deutschland. Mit einem laserartigen Fokus auf ihre Marke vom ersten Tag an, haben Tim und Uli unter dem Motto „Iss geil“ einen frischen Akzent gesetzt. So peppen sie z.B. mit ihren eigenen Soßen (die Kung-Fu Soße kann ich wärmstens empfehlen!) die Klassiker wie Currywurst, Pommes und Schnitzel auf und bringen auch neue Produkte wie den „Sloppy Bob“ auf den Markt.

Meine Gäste stammen ursprünglich aus der Gastronomie- bzw. Hotelbranche und statt nur ihr eigenes Süppchen zu brauen, treiben sie den Erfolg der gesamten Fast Casual Gastro-Branche durch ihre Aktivitäten bei dem Leaders Club Deutschland und Gastro Start-up Sessions, sowie dem Institute of Culinary Art (eine Akademie für die Foodservice-Branche) voran.

009: Katrin Menne – Merck

Katrin Menne ist Head of Brand Management bei Merck. 

Nach Abschluss ihres Studiums an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig und der Hochschule Pforzheim hat sie einen Karrierestart bei MetaDesign und der GMK Markenberatung hingelegt, bevor sie 2014 bei ihrem aktuellen Arbeitgeber eingestiegen ist. 

Das Unternehmen mit Hauptsitz in Darmstadt hat ca. 51.000 Mitarbeiter in über 66 Länder weltweit und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von mehr als €15 Milliarden. 

In 2018, während deutlich jüngeren Marken wie airbnb, Spotify, Pinterest und Google damit beschäftigt waren, ihre Corporate Identity drastisch zu vereinfachen, hat Merck sein 350jähriges Jubiläum gefeiert! Einer der unbestrittenen Stars der Feierlichkeiten – die vor kurzum eingeführte Corporate Identity von Merck, eines der radikalsten und mutigsten Rebrandings der letzten 10 Jahren in Europa.

Katrin erklärt die Strategie und den Prozess hinter der neuen Identität, und wie das starkpolarisierende Design die Bekanntheit von Merck enorm verbessert und ihnen geholfen hat, sich aus einer sea-of-sameness chemisch-pharmazeutischen Nische in ein Wissenschafts- und Technologieunternehmen zu entwickeln.

007: Alexander Engelhardt – Deutsche Telekom

Alexander Engelhardt ist Vice President Brand Management bei Europas größtem Telekommunikationsunternehmen Deutsche Telekom. Mit mehr als 217.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von über 75 Milliarden Euro ist der Magenta-Riese auch eine der anspruchsvollsten und markenorientiertesten Organisationen Deutschlands. Die Telekom hat nicht nur die Macht der Farbe im Branding bewiesen, sondern zeigt mit der Positionierung „Life is for sharing.“ wie man sich erfolgreich von einer Technologie- zu einer Erlebnismarke wandeln und gleichzeitig mit einer klaren Haltung gesellschaftliche Entwicklungen vorantreiben kann. Mein Gast ist ein leidenschaftlicher American Football Fan, der seine Wertschätzung für die Marke während seines Studiums der Beriebswirtschaftslehre an der Johannes Gutenburg Universität in Mainz entdeckte. Er verbrachte die ersten Jahre seiner Karriere bei der Deutschen Bahn und B.Braun, bevor er 2012 zur Deutschen Telekom kam und 2017 seine derzeitige Rolle als VP Brand Management und Leiter eines Teams von 10 Markenprofis übernahm.

006: Lars Bolle – DER Touristik

Lars Bolle ist Vice President Group Brand Management für die DER Touristik Group, einem der größten europäischen Reise- und Touristikanbieter.

Die REWE-Tochter blickt auf ein 100-jähriges Bestehen zurück, betreut über 7 Millionen Kunden mit 10.000 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Umsatz von 6,5 Milliarden Euro. In einer Branche, in der die Disruption schon beinahe Tradition ist, betreibt DER Touristik ein „Branded House of Brands“ Markenführungsmodell. Das Haus umfasst mehrere Online-Portale, Hotelketten, Reiseveranstalter und sogar eine Fluggesellschaft und seine über 60 Submarken konkurrieren europaweit mit unzähligen anderen Marken auf einem sehr umkämpften Marktsektor.

Mein Gast kommt ursprünglich aus Münster und hat an der Westfälischen-Wilhelms-Universität Politik, Wirtschaftspolitik und Soziologie studiert. Er hat bisher den größten Teil seines bisherigen Berufslebens in der Telekommunikationsbranche verbracht und war zuletzt Head of Brand Transformation bei der Deutschen Telekom, wo er insgesamt 15 Jahre verbrachte, bevor er 2013 in die Reise- und Tourismusbranche wechselte. Heute führt er die Geschicke des Markenmanagements bei DER Touristik.

004: Christian Dehn – Hohner

Christian Dehn ist Direktor für Vertrieb und Marketing beim unangefochtenen Weltmarktführer für Akkordeons und Mundharmonikas, Hohner Musikinstrumente.

Hohner wurde bereits 1857 gegründet. Mit einem Höchststand von 5000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 33 Millionen Hamonikas zu Beginn des 20. Jahrhunderts befindet sich die einzigartig authentische Marke Hohner in einer herausfordernden Branche, die seit den 80er Jahren unter der rückläufigen Nachfrage leidet und sich inzwischen bei 200 Mitarbeitern stabilisiert hat, sich auf eine stärkere Bindung an den Endverbraucher konzentriert und auf eine positive Zukunft schaut.

Der heutige Gast erlernte sein Handwerk beim Luxus-Füllhalter- und Kugelschreiberhersteller Mont Blanc, für den er lange Zeit die Vertriebs- und Marketingaktivitäten in Asien leitete. Seit 2014 leitet der studierte Betriebswirt das 25-köpfige Verkaufs- und Marketingteam von Hohner von seinem globalen Hauptsitz in Trossingen, Baden Württemberg, aus.

Mit der Mission „Musik für Jedermann zugänglich zu machen“ hatte der Hamburger das Vergnügen, mit Markenbotschaftern wie Ozzy Osborne, Bob Dylan und Bryan Adams zusammenzuarbeiten.

003: Dr. Alexander Steinforth – Fortuna Düsseldorf

Dr. Alexander Steinforth ist Direktor für Strategie, Business Development, Marketing und Digital bei einem der ältesten Fußballvereine Deutschlands, der Fortuna Düsseldorf. Dort muss er sich sowohl mit B2B- als auch mit B2C-Herausforderungen auseinandersetzen. Seine Aufgabe: Sicherstellen, dass die Marke Fortuna nicht nur für Fans, sondern auch für Sponsoren und Partner höchst attraktiv ist und bleibt. Als Meister der 2. Bundesliga in der Saison 2017/18, ist der Verein in dieser Saison nun wieder in der 1. Bundesliga dabei – authentisch und ehrgeizig und zwar sowohl auf dem Platz als auch außerhalb.

Der promovierte Jurist arbeitete zunächst als Unternehmensberater und war anschließend für Medien, Start-ups und Sportorganisationen in Deutschland und England tätig. 2017 kehrte er von Manchester United nach Düsseldorf zurück, um der Fortuna zu helfen, als sie noch Abstiegskandidat war. Dort hat er inzwischen ein sehr erfolgreiches Rebranding-Programm geleitet, für das es viel Anerkennung sowie Auszeichnungen gab – und das, obwohl weder Logo noch Farben verändert wurden…

000: John Bache – VIM Group (Intro)

Ich spreche mit Deutschlands führenden Vermarktern/ Kommunikatoren/ Markenexperten, die deutschen Marken lenken und beraten. In diesen Gesprächen – ein ca. 1h Interview pro Folge – möchte ich erfahren, wie sie zu Ihrer jetzigen Rolle gekommen sind, welche Kernwerte sie für Ihre Marken vermitteln wollen, was sie nachts wach hält, was momentan los ist, was sie für die Zukunft erhoffen und wohin ihre Marken mit großen Schritten gehen sollen.