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047: Jesko Johannsen – HRNS

Jesko Johannsen ist Global Head of Communications der Hanns R. Neumann Stiftung (HRNS).

HRNS wurde 2005 gegründet und ist international in den wichtigsten Kaffeeanbauländern tätig, wobei es mit der Kaffeeindustrie und Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit kooperiert, um kleinen Kaffeebauern und ihren Familien zu helfen.

Als Kind in Bonn begeisterte er sich für TV-Werbung, mit Favoriten wie Maoam, Haribo und Mercedes, und während eines Praktikums bei Hit Radio Antenne Niedersachsen hat er sich in Nachrichtenjournalismus verliebt.  Während seines Studiums an der Freie Universität Berlin, der Humboldt University of Berlin und Stockholm University, arbeitete er unter anderem für FAZ Business Radio, Deutsche Welle, und Deutschland Radio wo er über eine Vielzahl von wichtigen Themen, von Atommülltransport bis Bürgerkrieg, berichtete.

In den darauffolgenden Jahren arbeitete er zusammen mit der NDR, UNDP, und GIZ bevor er 2017 bei den HRNS einstieg.

Wir sprechen über die Komplexität einer Implementierende Stiftung, die NGO-spezifischen Herausforderungen des Markenaufbaus, seine Arbeit in Ländern wie Afghanistan, Äthiopien, Ruanda und Südsudan, die Zusammenarbeit mit Tchibo, Lavazza, und Starbucks, und warum Förderer stolz auf die Zusammenarbeit mit der Stiftung sein sollen und nicht umgekehrt.

046: Lorenz Löbermann – KUKA

Lorenz Löbermann ist Head of Corporate Brands and Sponsoring beim Automatisierungs- und Robotikkonzern KUKA.

Das Augsburger Unternehmen wurde 1898 gegründet und ist in Deutschland ein fester Begriff.
KUKA beschäftigt weltweit rund 14.000 Mitarbeiter in den beiden Kernmarken KUKA und Swisslog. Seit 2017 ist der größte Anteilseigner die chinesische Midea Group.

Obwohl ursprünglich eine Karriere im diplomatischen Dienst geplant war, wurde mein Gast stattdessen Markenbotschafter. Nach seinem Studium an der Fachhochschule Düsseldorf startete er im Jahr 2000 eine Design-Karriere auf Agenturseite bei Hartmann & Hartmann und später bei LIQUID Agentur für Gestaltung, bevor er 2012 bei Fendt/ AGCO in die Unternehmenswelt einstieg. 2016 wechselte er zu KUKA, 2017 übernahm er seine jetzige Position lehrt zudem an der Hochschule Augsburg.

Wir sprechen über seine Kindheit in Tansania, die mehrjährige Partnerschaft von KUKA mit dem deutschen Tischtennis-GOAT Timo Boll, den Einfluss von Otl Aichers Designarbeit für die Olympischen Spiele 72 und die Bedeutung von „KUKA Orange“ und Sonic Branding, um ein multisensorisches Erlebnis zu schaffen.

045: Anna-Theresa Korbutt – hvv

Anna-Theresa Korbutt ist Geschäftsführerin beim Hamburger Verkehrsverbund, dem hvv.

Geboren in Polen, aufgewachsen in Deutschland, führte nach ihrem BWL-Studium und einem Master-Abschluss in Internationaler Wirtschaft an der Universität Paderborn eine Weißbier-Dusche(!) in einem Bord-Bistro zum Start ihrer steilen ÖPNV-Karriere bei der Deutschen Bahn. Es folgten Stationen bei der BLS AG (Schweiz), den ÖBB (Österreich), Logistics (UK) und der BEXity GmbH, bevor sie Anfang 2021 ihre jetzige Position antrat.

Der hvv wurde 1965 gegründet und ist ein Verkehrs- und Tarifverbund, der Hamburg und Teile Schleswig-Holsteins und Niedersachsens abdeckt. Mit einem flächendeckenden Netz von knapp 10.000 km² übernimmt der hvv das Management des öffentlichen Nahverkehrs für rund 4 Millionen Menschen im Großraum Hamburg und knapp 30 Verkehrsunternehmen im Verbund.

Mit dem Levis-Fan spreche ich über ihren Hintergrund als Profitänzerin, die Herausforderungen beim Umbau einer so komplexen Organisation, warum der hvv für Amazon unverzichtbar ist, ihren Respekt vor Unternehmen wie Dachser, die Zielgruppe von Volkswagen, und warum Marken wie Lufthansa oder Mercedes als Benchmarks ungeeignet sind.

044: Simone Wastl & Ralf Reiter – DATEV

Simone Wastl ist Head of Corporate Communications und Ralf Reiter ist Leiter Markenführung bei DATEV.

Das Nürnberger Unternehmen wurde 1966 als Genossenschaft gegründet, um IT-Dienstleistungen für Steuerberater, Rechtsanwälte und Wirtschaftsprüfer anzubieten.

Das Unternehmen ist den genossenschaftlichen Prinzipien seiner Gründer treu geblieben, stellt als Digitalisierungspartner dem steuerberatenden Berufsstand und ihren meist mittelständischen Unternehmenskunden Dienstleistungen und IT-Lösungen zur Verfügung, betreut heute über 440.000 Kunden und ist nach SAP und Microsoft das drittgrößte Softwareunternehmen in Deutschland.

Nach ihrem Studium an der Universität Konstanz begann meine erste Gästin ihre Karriere als Beraterin bei Roland Berger, bevor sie zu BBDO wechselte und anschließend auf Kundenseite bei SEB und der Deutschen Post tätig war. Nach einer Rückkehr in die Beratung als Geschäftsführerin bei Kirchner & Robrecht Management Consultants ist sie seit 2019 bei DATEV.

Mein zweiter Gesprächspartner ist ein Österreicher, der an der Universität Regensburg studiert hat. Er begann seine Karriere beim ÖRF und arbeitete in verschiedenen Werbeagenturen, wo er als ein Pionier der frühen digitalen Marktforschung Kunden wie Audi, Euro Baustoff und Conrad Electronics betreute. Seit 2003 ist er bei DATEV, in seiner jetzigen Funktion seit 2014, und ist zudem Dozent für Markenmanagement am Campus M21.

Wir sprechen über die Vorteile und die Komplexität einer genossenschaftlichen Organisation, über Digitalisierung, Plattformmodelle, Datensilos, „Brand Holosphere“ und die Bedeutung von Grün als eines der wichtigsten Markenzeichen der DATEV.

043: Philip Stangner – share

Philip Stangner ist CMO bei share, ein auf soziale Nachhaltigkeit ausgerichtetes B-Corp Unternehmen mit Produkten in den Bereichen Lebensmittel, Getränke, Körperpflege und Schreibwaren.

Unter dem Leitmotiv „Teilen für eine bessere Welt“ hat das Berliner Startup schon im Gründungsjahr 2017 über 8 Millionen Produkte verkauft und dadurch den Bau oder die Reparatur von 51 Brunnen in Liberia, Kambodscha und Äthiopien, sowie die Verteilung von 2 Millionen Mahlzeiten und 550.000 Seifen in nationalen und internationalen Hilfsprogrammen finanziert.

Nach seinem Studium an der Universität Passau hat mein Ansprechpartner 2013 seine Karriere als Brand Manager bei DriveNow gestartet und stieg dort zum Head of Brand & Communications auf. Nach dieser Station managte er als Head of Brand & Social den Merger der Carsharing Angebote von Daimler und BMW, Car2go und DriveNow, zu Share Now und damit wahrscheinlich einen der umstrittensten Rebrandings der jüngeren Geschichte in Deutschland. 2020 wechselte er in seine jetzige Position als CMO zu share.

Dieses Jahr von Absatzwirtschaft zu einem der Top 20 Marketing-Talente Deutschlands gekürt, erklärt der leidenschaftliche Musiker, welche Learnings aus dem Rebranding gezogen werden konnten und warum es für die Führungsebene wichtig ist, auf ihre internen Fachleute zu hören und die Kundenorientierung in den Mittelpunkt zu stellen.

Wir sprechen über Benchmark-Marken wie Product (RED), Nike, The Female Company, Bosch und Oatly, sozialen Konsum und darüber, warum die beste Kommunikation furchtlos und mutig ist und das Streben nach Perfektion der Feind des Guten sein kann.

042: Andreas Fritz – VARTA

Andreas Fritz ist Head of Group Marketing bei Varta AG. Der über 130 Jahre alte Batteriespezialist mit Sitz in Ellwangen lieferte 1969 die Kamerabatterien für die Mondlandung, ging 2017 erneut an die Börse und beschäftigt heute nahezu 4.800 Mitarbeiter. VARTA ist in den zwei Segmenten  „Lithium-Ion Solutions & Microbatteries“ und „Household Batteries“ tätig.

Nach einem BA in Mediendesign an der Fachhochschule Schwäbisch Hall absolvierte mein Gast einen berufsbegleitenden MBA an der IU University of Applied Sciences. Bereits während des Studiums begann er seine Karriere als Lasershow-Produzent beim Weltmarktführer für Lasershows LOBO electronic. Nachdem er 2012 die Eventbranche hinter sich gelassen hatte, um als Online Marketing Manager beim Ellwanger Softwarehersteller FNT zu arbeiten, kam er 2016 als Marketing Manager zu Varta, wurde 2017 schnell zum Global Head of Marketing befördert und trat 2018 seine aktuelle Position an.

Wir sprechen über die Feinheiten der Entwicklung von Lasershows zur Musik von Bands wie Rammstein, die Rolle von Heritage in einem zukunftsorientierten, technologiegetriebenen Unternehmen, die Logik hinter Vartas FC Bayern-Sponsoring und die Herausforderungen eines kompletten Markenrelaunches.

041: Tim Alexander – Deutsche Bank

Tim Alexander ist CMO und Chief Experience Officer bei der Deutschen Bank.

Nach jahrelangen Negativschlagzeilen hat der Finanzriese mit 19 Millionen Kunden einen Turnaround eingeleitet und sich mit einer in Deutschland seltenen Intensität auf Marke, Kunde und Kundenerlebnis konzentriert.

Nach seinem Studium an der Hochschule Pforzheim startete er seine Karriere bei Daimler, wo er für die internationale Markteinführung von SMART verantwortlich war. Danach wechselte er auf die Agenturseite mit Stationen bei Grey und Saatchi & Saatchi, bevor er das Brand Management bei Telefonica O2 leitete, daraufhin als Leiter Marketingkommunikation zur Swisscom in die Schweiz wechselte und schließlich 2017 zur Deutschen Bank kam. 

Sein Gestaltungsspielraum und der Spagat zwischen Deutscher Bank und Postbank lassen Marken wie Nike und BMW zu seinen Benchmarks werden.

Wir sprechen darüber, warum er die große Herausforderung bei der Deutschen Bank angenommen hat und was seine Rolle als CXO mit sich bringt. Ich unterhalte mich mit ihm über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den drei Schlüsselbranchen, in denen er viel Erfahrung hat (Automobil, Telekommunikation und jetzt Finanzen), den konsensorientierten Führungsstil, den er aus der Schweiz mitgebracht hat, und das Sponsoring-Engagement der Deutschen Bank bei Eintracht Frankfurt.

040: Robin Ruschke – SIXT

Robin Ruschke ist Senior VP Global Brand Strategy & Comms bei SIXT.

Der bekennende Autofreak begann seine Karriere auf Agenturseite bei Jung von Matt, Springer & Jacoby und Serviceplan, bevor er nach einem MBA in Singapur und Frankreich 2012 zu Audi und vor 7 Jahren schließlich zum Mobilitätsanbieter SIXT wechselte.

Das bereits 1912 gegründete Familienunternehmen wuchs gerade in den letzten 10 Jahren rasant und ist bekannt für das auffällige Marketing. Im Laufe der Zeit hat sich das an der Börse notierte Unternehmen nicht nur zu einem der profitabelsten Autovermieter, sondern dank des integrierten Angebots auf der Mobilitätsplattform ONE, welches neben der Autovermietung auch Carsharing, Ride Hailing und das Auto Abo SIXT+ umfasst, immer stärker zum One-Stopp-Shop für Mobilität entwickelt.

Wir sprechen über den Unterschied zwischen Kundenbegeisterung und Kundenzufriedenheit, seine Bewunderung für starke Marken wie Edeka, BVG, Hornbach und Telekom, über die Rolle, die Humor beim Aufbau der Marke SIXT gespielt hat, sowie darüber, warum SIXT keine eigene Innovationsabteilung hat und Pommes rotweiss besser als Pommes ohne alles sind.

039: Marc Opelt – OTTO

Marc Opelt ist Vorsitzender des Bereichsvorstands von OTTO.

Das Tochterunternehmen der Otto Group mit Sitz in Hamburg ist Vorreiter für digitale Innovationen und entwickelte sich seit seiner Gründung 1948 vom reinen Versandhändler über einen E-Commerce-Player hin zur digitalen Plattform.

Nach seinem Studium der Betriebswirtschaftslehre zum Diplom-Kaufmann an der Universität Erlangen-Nürnberg begann er 1990 seine Karriere bei OTTO.

Nach Stationen bei OTTO Office, Eddie Bauer (u.a. drei Jahre in Seattle) und dem BAUR Versand ist er seit 2012 wieder bei dem Hamburger Plattform-Anbieter OTTO und dort seit 2018 in seiner jetzigen Position tätig.

Trotz der fast schon „mailroom to the boardroom“-Natur seiner steilen Karriere und der Nominierung zum CMO des Jahres 2020 (Verleihung verschoben wegen COVID-19), glaubt mein Interviewpartner überraschenderweise nicht an Karriereplanung.

Wir sprechen darüber, warum iterative Evolutionsschritte nicht mehr ausreichen, welche Bedeutung Haltung, Fairness, Ehrlichkeit und Transparenz haben, was es mit Brand Safety und Brand Governance sowie mit Make or Buy Entscheidungen auf sich hat und wie man mit Fehltritten und Shitstorms umgehen sollte.

038: Katrin Lauterbach – Jenoptik

Katrin Lauterbach ist Head of Communications & Marketing bei Jenoptik.

Der „Optical Valley“ B2B Lieferant ist mit seinen 4400 Mitarbeitern zwar ein Global Player in der Optik und Elektronik Branche, gleichzeitig ist das Unternehmen jedoch tief in Jena verwurzelt. Als einer der größten Arbeitgeber der Region nimmt Jenoptik seine soziale Verantwortung sehr ernst.

Meine Interviewpartnerin hat Wirtschaftswissenschaften und Internationaler Handel studiert. Zunächst wollte sie eine journalistische Laufbahn einschlagen, entschied sich dann aber für Marketing und Kommunikation.

Nach einem Praktikum bei der Jenoptik Mitte der 90er Jahre übernahm sie dort von 2004 bis 2012 den Posten der Pressesprecherin. Zwischen 2013 und 2015 folgten Stationen bei Bosch Solar Energy und der Sparkasse Jena-Saale-Holzland, bevor sie zum dritten Mal bei Jenoptik anheuerte und sich dort auf die Themen Marke und Kommunikation konzentriert.

Wir sprechen über das strategische Denken hinter den Akquisitionsaktivitäten der Jenoptik, über die Logik ihrer Organisations- und Markenarchitektur, darüber, was einen „Jenius“ von anderen unterscheidet und über die Bedeutung von Schnelligkeit, Authentizität, Klarheit und Transparenz.

037: Dr. Anne-Kathrin Braeu – Vitesco Technologies

Dr. Anne-Kathrin Bräu ist Senior Vice President Communications bei Vitesco Technologies.

Der Regensburger Automobilzulieferer wurde offiziell im Januar 2019 verselbständigt, als der Geschäftsbereich Powertrain von Continental auf einen Börsengang vorbereitet wurde – ein „Start-up“ mit 40.000 Mitarbeitern, das bereits in über 50 Ländern aktiv ist und einen Jahresumsatz von rund 80 Mrd. Euro erzielt.

Meine Gesprächspartnerin, in ihrer Freizeit leidenschaftliche Reiterin, studierte Kulturwissenschaften und Ästhetische Kommunikation an der Universität Hildesheim, bevor sie 2004 als Leiterin der Standortkommunikation zu Continental nach Regensburg kam. 2010 übernahm sie die Leitung der internen Kommunikation des Geschäftsbereich Interior von Continental und seit 2014 hatte sie die Funktion SVP Kommunikation des Geschäftsbereich Powertrain inne, bevor sie 2019 ihre neue Rolle einnahm.

Bei unserem Gespräch im August, unterhielten wir darüber, was es bedeutet, eine völlig neue Corporate Identity für ein so großes Unternehmen zu erarbeiten und einzuführen, über das 10-jährige Transformationsprogramm von Continental, das teilweise für die Ausgliederung verantwortlich ist, über die Herausforderungen des Spin-Off-Datums, das aufgrund von COVID-19 verschoben wurde sowie über Kinder Schokolade und Barbie-Puppen.

036: Simone Fuchs – Franz Haniel

Simone Fuchs ist Leiterin Unternehmenskommunikation beim Duisburger Family-Equity-Unternehmen Franz Haniel.  Das 260 Jahre alte Familienunternehmen mit fast 20.000 Mitarbeitern verfügt über ein beeindruckendes Investitionsportfolio mit sieben Schlüsselbereichen: BekaertDeslee, CWS, ELG, Emma, Optimar, ROVEMA und TAKKT.

Nach ihrem Magisterstudium der Europastudien an der Universität Osnabrück und einem Master of Science in Internationalem Marketing an der École Supérieure de Commerce et de Management, ESCEM, verfolgte meine Gesprächspartnerin zunächst eine journalistische Laufbahn. Sie absolvierte die Georg von Holtzbrinck Schule für Wirtschaftsjournalismus und schrieb für das Handelsblatt. Doch dann wechselte sie zur Konzernseite und arbeitete erst für Philips und anschließend für die Commerzbank, wo sie an der Integration der Dresdner Bank beteiligt war. Danach sammelte sie Agenturerfahrung als Stellvertretende Geschäftsführerin bei der Frankfurter Kommunikationsberatung JP Kom und betreute Kunden wie Voith, Brose und B.Braun. Mit ihrer darauffolgenden Position als Leiterin Kommunikation, Public Policy und Nachhaltigkeit bei der MediaMarkt und Saturn-Holding CECONOMY AG kehrte sie in die Unternehmenswelt zurück. Seit dem zweiten Quartal 2020 ist sie nun bei Franz Haniel.

Wir sprechen über leistungsschwache UMTS-Karten und Zufallsbegegnungen bei Konferenzen, über den Spaß am Sparring mit Finanzjournalisten, den dynamischen Impuls, den der Vorstandsvorsitzende Thomas Schmidt bei Haniel gibt, sowie über Sinn und Bedeutung von „Enkelfähigkeit“ und „a future worth living“.

035: Anja Stolz – R+V Versicherung

Anja Stolz ist CMO der R+V Versicherung.

Meine Interviewpartnerin, die in Füssen aufwuchs, nur einen Steinwurf vom deutschen Märchenschloss Neuschwanstein entfernt, erweiterte ihren malerischen Horizont bereits während eines einjährigen Auslandsaufenthalts nach Chicago. Es folgte ihr Studium der Publizistik, Sozialwissenschaften/Ethnologie und Jura an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Ihre Finanzdienstleistungskarriere begann sie als Pressereferentin bei der Dresdner Bauspar AG, bevor sie für Pleon – damals noch Kohtes Klewes auf die Agenturseite wechselte, dann aber wieder auf die Kundenseite zurückkehrte, um für das fintech-Startup paybox.net AG zu arbeiten. Danach folgten eine eigene Firmen-Gründung, zusammen mit zwei Partnern und selbständige Tätigkeit als Startup/Strategie und Marketing-Unternehmens-beraterin und ihre knapp 12-jährige Tätigkeit bei der Commerzbank, die letzten dreieinhalb Jahre als deren Managing Director Kundenmanagement/Chief Marketing Officer (CMO).

Seit März 2019 ist sie CMO der R+V Versicherung, leitet in Wiesbaden ein Team von über 150 Experten und referiert regelmäßig zu Themen wie der Rolle des CMO, Big Data/ Predictive Analytics/Marketing Automation und Innovation/ Strategie. 

Die R+V Versicherung ist einer der größten Versicherer Deutschlands und gehört zur genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. 

Wir sprechen über die Herausforderungen bei der Einführung marktorientierten Denkens in produktorientierten Unternehmen, über die optimierte Positionierung der R+V Versicherung „gegen Egoismus, für Gemeinschaft“, über den genossenschaftlichen Verbund und das genossenschaftliche FinanzGruppenmitglied Wilhelm als Inspirationsquellen, sowie über die gestiegene Relevanz und Kraft genossenschaftlichen Denkens im aktuellen politischen und gesellschaftlichen Klima.

034: Marco Heller – GARDENA

Marco Heller ist Global Brand Director bei GARDENA.

Das Unternehmen wurde 1961 gegründet, die Marke GARDENA erblickte 1968 das Licht der Welt und seit 2007 gehört die Firma zum schwedischen Husqvarna-Konzern. Der noch immer in Ulm ansässige High-End-Gartengerätehersteller mit der ausgeprägten Grau-, Orange- und türkisfarbpalette exportiert unter dem Motto „Realise your gardening dreams“ Produkte rund um Bewässerung, Rasenpflege, Baum- und Strauchpflege sowie Bodenbearbeitung in über 80 Länder.

Mein Gesprächspartner, ein Mainzer Bub, ist mit 16 in die USA ausgewandert, um Boris Becker nachzueifern.  Nach Abschluss seiner Schulausbildung und der Erkenntnis, dass er vielleicht doch nicht das komplette Tennisprofi-Paket hat, blieb er in Amerika und schloss einen BA an der Arizona State University und dann einen MBA an der University of Massachusetts ab.

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland im Jahr 2005 verbrachte er 10 Jahre in der Sportartikelindustrie bei Puma und Adidas in Hong Kong und Tokyo sowie Herzogenaurach und 3 Jahre bei Lego in München, bevor er 2015 bei GARDENA in Ulm einstieg.

Wir sprechen über wichtige Erkenntnisse rund um das Thema Urban Gardening (75% der Balkone haben keinen Wasseranschluss), die kulturellen Unterschiede zwischen dänischen, deutschen, amerikanischen und schwedischen Unternehmen, die unterschiedliche Wertschätzung für das Thema Marke innerhalb der Sport-, Spielzeug- und Gartenbranche, den Datenreichtum und die damit verbundenen Vorteile von Unternehmen wie AliBaba oder Amazon und sein Stretch Goal, alle Balkone der Welt zu begrünen.

033: Marcel Brindöpke – heyconnect

Marcel Brindöpke ist Geschäftsführer und Mitgründer der B2B Service Plattform heyconnect.  

Nachdem er den ursprünglichen Plan, Sportjournalist zu werden, doch nicht umgesetzt hat, studierte der Fan des FC Bayern BWL an der Universität Hamburg, bevor er 2005 seine Karriere bei Otto begann. Danach war er vor allem als eCommerce Berater unterwegs und gründete 2012 zusammen mit Florian Curdt die heutige Firma heyconnect.

heyconnect ermöglicht Marken den Zugang zu Marktplätzen, indem es nicht nur die komplexe Anmeldungsbürokratie übernimmt, sondern sich um alle Schritte der E-Commerce-Wertschöpfungskette kümmert – von der Content-Erstellung, der Artikelpflege, dem Kundenservice bis hin zur Logistik, der Abrechnung und dem Retouren-Management. Seit Anfang 2020 ist der Logistikriese Fiege Group als Investor mit an Bord.

Inzwischen beliefert heyconnect gemeinsam mit seinen 150 Markenpartnern 30 Marktplätze wie Amazon, aboutyou, zalando, otto, Douglas, SportScheck oder Görtz.

Wir sprechen darüber, wie mein Gesprächspartner von adidas das Konzept von Leistung und Qualität als Markenkern kennengelernt hat, wie man eine B2B Marke von null aufbaut und wie es ist, ein Geschäftsmodell zu haben, bei dem der Markenkontaktpunkt mit den Endkunden eigentlich eine Art Nebenprodukt ist.

032: Martin Camphausen – Klinikverbund Südwest

Martin Camphausen ist Head of Marketing & Employer Branding bei Klinikverbund Südwest.

Wir haben diesen Podcast aufgenommen, bevor es zu coronabedingten Reisebeschränkungen kam und dann erst letzte Woche ein kurzes Nachgespräch online geführt, um über die aktuelle Situation zu sprechen, weshalb ich Unterschiede in der Tonqualität zu entschuldigen bitte.

Der Klinikverbund Südwest mit Sitz im baden-württembergischen Sindelfingen hat 5000 Mitarbeiter, 6 Standorte und zählt zu den größten und leistungsfähigsten kommunalen Gesundheitseinrichtungen in Süddeutschland.

Mein Gast wuchs in Wiesbaden auf, studierte Politikwissenschaft, Philologie und Philosophie an der Rupprecht Karls Universität in Heidelberg und der Johannes Gutenberg Universität Mainz, bevor er seine Karriere 2012 als Referent von Ministern und Abgeordneten in der hessischen Landespolitik startete. Der leidenschaftliche Autor von zahlreichen Artikeln, Blogbeiträgen und Büchern entdeckte 2014 die Gesundsheitsbranche für sich, als er bei den Frankfurter Rotkreuz-Kliniken einstieg und einen der bekanntesten Employer Branding-Cases im Klinikwesen aufbaute. Seitdem ist er der Branche treu geblieben: Erst als Berater und Director Healthcare der Kommunikationsagentur JP/Kom und seit 2019 beim Klinikverbund Südwest.

Nebenher hat er einen MBA in Communication & Leadership an der Quadriga Hochschule Berlin gemacht und ist außerdem Regional Coordinator für die EACD.

Wir sprechen über nicht funktionierende Stellenanzeigen, Bullshit-Bingo, die Influencer-Rolle von Chefärzten und die besonderen Herausforderungen des Gesundheitswesens.

031: Kerstin Hoppe – thyssenkrupp Materials Services

Kerstin Hoppe ist Global Head of Strategy, Markets & Development bei thyssenkrupp Materials Services.

Der größte Wertstoffhändler und Dienstleister der westlichen Welt beschäftigt 20.000 Mitarbeiter und beliefert über 250.000 Kunden weltweit. Das Unternehmen, das sich inmitten einer Modernisierungs- und Digitalisierungsphase befindet und einen strategischen Richtungswechsel zu Materials-as-a-Service Dienstleister anstrebt, muss aber teilweise immer noch Kundenbestellungen per Fax annehmen.

Schon während der Schulzeit wusste meine Ansprechpartnerin, dass sie eine Ausbildung als Werbekauffrau anstreben würde. Dieses frühe Interesse manifestierte sich darin, dass sie die Wichtigkeit von Markenerlebnissen erkannte (in ihrem Fall z.B. mit Salamander Schuhen) und ein Faible für die Mercedes-Schrift hatte.

Ihre Karriere nach der Schulzeit startete sie in Werbeagenturen, wo sie acht Jahre lang Erfahrung sammelte und berufsbegleitend  ein Studium in Marketing und International Management an der Westfälischen Willhems-Universität Münster begann. 2003 folgte durch ein Praktikum bei Kraft der Schritt auf die Kundenseite, woraufhin Positionen in Communications, Marketing und Vertrieb bei Parador, 20-20 Technologies und Silfox Holding folgten. Seit 2016 ist sie bei thyssenkrupp.

Wir reden über ihre vierwöchige interne Pitchinitiative, die goldene Regel, den war for talent und darüber, was zu tun ist, wenn man mit München, Berlin und Hamburg konkurrieren und Leute nach Essen locken will.

030: Henriette Viebig – Körber

Henriette Viebig leitet seit 2014 die Group Corporate Communications beim Technologiekonzern Körber.

Firmengründer Kurt Körber meldete sein erstes eigenes Patent für eine Ableseskala bei Radios im zarten Alter von 15 an, danach sollten im Laufe seiner Karriere noch 199 weitere folgen. Dank einer langfristigen Wachstumsstrategie hat sich der Konzern konstant weiterentwickelt und beschäftigt inzwischen mehr als 10.000 Mitarbeiter in fünf Geschäftsfeldern.

Henriette Viebig ist Wahl-Hamburgerin mit einer Leidenschaft für Kunst, Kultur, Musik und Theater. Sie erzählt, warum Marken-Sondereinsatzkommandos bei frisch übernommenen Unternehmen nicht notwendig sind, welche DNA-Spuren von Kurt Körber noch im Unternehmen zu finden sind, wie inhouse Digital Transformation funktioniert und von der Reise von Endorsed House of Brands zu einer Monomarke.

029: Edgar Schulten – Stabilo

Edgar Schulten ist Director International Marketing bei Stabilo International. Das Unternehmen wurde vor über 160 Jahren gegründet, firmiert seit 1925 unter dem inzwischen weltweit bekannten Namen Stabilo und gehört gemeinsam mit den Schwestern Schwan Cosmetics, Deuter, Ortovox, Maier Sports und Gonso zur Schwan-Stabilo Unternehmensgruppe.

Mit ihren Leuchtturm Produkten, dem Stabilo Boss und dem Point 88, hat Stabilo eine globale Lovebrand geschaffen. Dabei legt das Unternehmen mit dem Claim „We enable people to express themselves“ einen hohen Wert auf Markenkonsistenz und ein hochwertiges POS-Erlebnis.

Mein Gesprächspartner wuchs in einer Textilfamilie auf und absolvierte sein Studium an der Bergischen Universität Wuppertal. Im Herzen ist er ein Kreativer, der nach 15 Jahren in der Modebranche (u.A. bei Seidensticker und der Einhorn Modemanufaktur), in der zwölf Kollektionen im Jahr die Norm sind, 2012 bei Stabilo einstieg. Dort musste er sich zuerst an eine etwas gemächlichere Taktung gewöhnen, denn Produktentwicklungen dauern hier gerne mal 3-5 Jahre.

Inspiriert von Jason Denhams Busfahrer-Jeans aus Japan, Möbelstücken von USM und Eames und Taschen von Filson, schätzt meinen Gast sich sehr glücklich, für zwei Markenversteher wie Stabilo Geschäftsführer Sebastian Schwanhäuser und Horst Brinkmann zu arbeiten. Das Familienunternehmen aus Heroldsberg in der Nähe von Nürnberg entdeckte die Kraft der Marke früh für sich, engagierte Günther Strach als erstes Testimonial, stattete weitere große Namen wie z.B. Helmut Kohl mit Stabilo Boss Highlightern aus und wurde somit zum Vorreiter in Sachen Influencer Marketing.

Mein Gesprächspartner kriegt von Themen wie Disruption des Einzelhandels, Digitalisierung der Gesellschaft oder Nachhaltigkeit weder Kopf- noch Bauchschmerzen, sondern sieht diese als Innovationstreiber und fühlt sich mit der Familie Schröder und der Stabilo Mann gut für die Zukunft gerüstet.

Wir reden darüber wie man Farben im Audio-Bereich kommunizieren kann, über Verrücktheit und über Kreativität als verbindendes Element, darüber wie man Kinder leistungsfähiger macht und wie die Lavalampe als Metapher für diversitätsorientierte Markenführung funktionieren kann.

028: Dagmar Hugenroth – UVEX

Dagmar Hugenroth ist Head of Corporate Branding and Marketing bei der UVEX group

Das 1926 in Fürth gegründete Familienunternehmen trägt seit 1956 den Namen UVEX und ist weltweit bekannt für seine Brillen und Helme für Radsport, Reitsport und Wintersport. Doch dieser Hidden Champion hat seinen eigenen Hidden Champion: Arbeitssicherheit, d.h. Sicherheitsschuhe, -brillen und Berufsbekleidung. Diese Sparte ist bei UVEX für mehr als 75% des Umsatzes verantwortlich!

Meine Gesprächspartnerin ist gelernte Hotelfachfrau, studierte European Business Studies und war nach ihrem MarComms Karrierestart bei Otto lange Zeit bei adidas, bevor sie 2008 bei UVEX anheuerte. Sie ist verantwortlich für die Markenentwicklung aller sieben Produktmarken (z.B. Alpina, Filtral, Hex Armor und Heckel) sowie für die interne und externe Kommunikation der UVEX-Gruppe… und all das in Teilzeit!

Wir reden über die Vorteile in Deutschland zu produzieren, Helmtragequoten, die Zusammenarbeit mit der Autobranche, und den Kurswechsel von UVEX, der zwei verschiedene Sparten wieder unter der Mission Protecting People vereinigt hat.

027: Steve Plesker – AOK

Steve Plesker ist Geschäftsführer Markt und Produkte beim AOK Bundesverband, der größten Marke in der gesetzlichen Krankenversicherung mit mehr als 26 Millionen Versicherten.

Gegründet wurde die AOK 1884 von Otto von Bismarck. Der Bundesverband hat vor zehn Jahren seinen Sitz in die Nähe des Bundespolitik nach Berlin verlagert und dient als politische Interessensvertretung und als Dienstleister für die elf eigenständigen AOKs.

Mein Gesprächspartner ist ehemaliger Planner. Er arbeitete für diverse Agenturen wie SelectNY, diffferent, Scholz & Friends und DDB und beriet in dieser Zeit Unternehmen wie Opel, Vapiano, P&G, Volkswagen und Siemens.

Seit 2017 ist er bei der AOK und hat dort trotz Nachholbedarfs bezüglich des Themas Krankenversicherung schon eine Menge bewegt: Das Content Marketing und Jugendmarketing hat er schon erneuert; die nächste große Baustelle lautet Corporate Design.

Es ist ihm ein besonderes Anliegen, die präventiven Dienstleistungen des Unternehmens stärker ins Bewusstsein zu rücken: Von Online Depression Coaching über Schwangerschafts Apps, Zucker Apps, Fitness Trackern, Pflegeberatung bis hin zu Stress Coaching.

Wir sprechen über die Probleme im Bereich Fast-Casual Dining, Schwierigkeiten bei der Agenturauswahl, wenn man Vergaberechten unterliegt, Inhousing, Brand Marketing vs. Performance Marketing, warum Influencer Marketing und e-Sport sinnvoll aber mit Vorsicht zu genießen sind und die Wichtigkeit von Back-channel Diplomacy und Gremien-Arbeit.

026: Marc Raschke – Klinikum Dortmund

Marc Raschke ist Leiter der Unternehmenskommunikation des Klinikums Dortmund, des reichweitenstärksten Krankenhauses in Deutschland.

Mein Gast stammt aus Bochum und hat schon während seiner Schulzeit seine ersten Geschäftsideen entwickelt. Nachdem er Politik, Geschichte und angewandte Kulturwissenschaft in Münster studiert und ein Volontariat bei der WAZ absolviert hatte, arbeitete er als selbstständiger PR Berater u.a. mit Kunden wie Douglas oder Galeria Kaufhof Karstadt zusammen.

Schon vor Jahren wurde er von ProSieben.Sat1 mit „Der außergewöhnlichsten Geschäftsidee Deutschlands“ ausgezeichnet. Trotz mickriger Budgets für seine PR-Arbeit ist der bereits dutzendfach Preisgekrönte inzwischen auch zweifacher Gewinner des Goldenen Apfels, der Auszeichnung des Bundesverbandes deutscher Pressesprecher.

Er beschäftigt sich seit 2005 mit dem Thema Medizin und kam 2013 zum Klinikum Dortmund, als dies kurz vor der Pleite stand. Mit außergewöhnlicher Kreativität, beeindruckendem Unternehmergeist, Glaubwürdigkeit und Engagement haben er und sein kleines Team mit viel Spaß und Élan vor allem soziale Kanäle wie Facebook, LinkedIn, Twitter, youtube, Instagram, Snapchat, Jodel, und TikTok genutzt, um einen neuen Maßstab in Sachen Markenführung bei deutschen Krankenhäusern zu etablieren.

Wir reden über Penisschnecken-Ausstellungen, Ehrfurcht vor Warenhäusern, darüber, weshalb er Newsletter gruselig findet, und nicht zuletzt natürlich über die Besonderheiten bei der Markenführung eines Krankenhauses.

025: Sonja Mechling – Heidelberger Druckmaschinen

Sonja Mechling ist CMO bei der Heidelberger Druckmaschinen AG und gleichzeitig Managing Director der Heidelberger Digital Unit, Heidelbergs Inhouse Agentur, die mit der internen Transformation und Modernisierung der Produkte, der Prozesse und des Mindsets beauftragt ist.

Heidelberg wurde 1850 gegründet, hat mittlerweile einen Jahresumsatz von 2,5 Milliarden Euro, beschäftigt über 11.000 Leute weltweit und hat die größte industrielle Datenbank der Welt.

Meine Gesprächspartnerin ist seit 2018 bei Heidelberg. Vorher konnte sie in diversen Positionen bei Bosch viel Erfahrung auf internationaler Ebene sammeln – zuletzt als VP Sales und Marketing bei Robert Bosch Smart Home.

Sie wuchs in der Slowakei auf, studierte in Spanien und kam erst mit Anfang 20 nach Deutschland.

Obwohl sie eigentlich Journalistin werden wollte, hatten das Leben (und ihr Vater) andere Ideen und so ist sie nun bei Heidelberg, wo sie sich zum Ziel gesetzt hat, den Kunden eine nahtlose Customer Journey zu ermöglichen.

Wir sprechen über den Geruch der Heimat, ihre Erfahrungen in HongKong und China, die geografischen Vorteile der Rhein-Neckar-Region, wo auch andere große Unternehmen wie SAP, BASF oder Heidelberg Cement zu Hause sind und darüber, wie man „digital schreinert“.

024: Stefan Hannusch – Hoffmann Group

Stefan Hannusch ist Senior Vice President Marketing bei der Hoffmann Group und leitet bei dem Qualitätswerkzeughersteller mit Hauptsitz in München ein Team von über 40 Leuten.

Seine Karriere begann als Berater. Er war insgesamt 11 Jahre bei Accenture sowie Bain & Company, bevor er zu einem „Tool Man“ wurde. Nach 5 ½ Jahren als Marketing Chef bei Festool, wechselte er 2017 zum Münchener Familienunternehmen Hoffmann Group, die mit ihren eigenen Marken Garant und Holex Hersteller und Händler in einem ist.

Wir sprechen über die damit verbunden Herausforderungen, die Wichtigkeit der Farbe Orange, das In-Housing von kreativen Dienstleistungen und was es bedeutet, wenn man jedes Jahr über 1 Million Druckkataloge mit 80.000 Produkten aktualisieren, drucken und liefern muss.

023: Thorsten Sperlich – Grohe

Thorsten Sperlich ist Europa Kommunikationschef beim japanischen LIXIL Konzern und  Chief Communications Officer bei der Grohe AG, Hersteller von Sanitärprodukten und ein weiteres deutsches Unternehmen mit einer komplizierten Familiengeschichte. Grohe entstand nachdem Friedrich Grohe, der Sohn des Schiltacher Armaturenherstellers Hans Grohe, 1936 eine Kleineisenfabrik kaufte und die Fertigung auf Badezimmerarmaturen konzentrierte. Das Düsseldorfer Unternehmen hat inzwischen 6000 Mitarbeiter in 150 Ländern und gehört seit 2014 der japanischen LIXIL Group.

Als Sneakerhead  kennt der gebürtige Norddeutsche die Kraft von Marken nur allzu gut und seine lange Zeit auf Agenturseite bei Ketchum Pleon und Scholz & Friends sowie seine letzte Position als Head of Brand PR bei The Coca-Cola Company haben ihn für die Herausforderungen eines CCOs und alle Fragen rund um das Thema Markenführung sehr gut gerüstet.

Wir sprechen über die Rolle von Marke bei Grohes Innovationen rund um Smart Homes, Intelligent Living und IoT-Produktentwicklung, Geschäftsmodelle aus dem 20. Jahrhundert und warum das Risiko von Wasserschäden eine super Chance für Grohe bietet.

022: Björn Loose – MAN Truck & Bus

Nach seinem frühen Berufsstart bei der Allianz ist Björn Loose nach seinem Studium erst zur Otto Group und dann zur Deutschen Telekom gegangen. Seit 2008 ist er Senior Vice President Marketing & Brand beim Münchener LKW, Bus und Van Hersteller MAN Truck & Bis beschäftigt. Das Unternehmen, das zur Volkswagen Tochter Traton gehört, existiert seit über 250 Jahren, hat den Diesel Motor erfunden, beschäftigt inzwischen 36.000 Mitarbeiter und macht einen Umsatz von ca. €11bn.

Wir reden darüber, wie sich die Markenaffinität bzw. Markenvorlieben der LKW-Fahrer auf die Lebensdauer und die Unterhaltungskosten der LKWs und dadurch auch auf die Kaufentscheidungen der Unternehmensleitung auswirken. Außerdem erklärt mein Gast, warum CEO Joachim Drees das Thema Marke innerhalb des Unternehmens so stark pusht und welche Bedeutung Messen wie der IAA Nutzfahrzeuge in Zukunkt zukommt.

Der leidenschaftliche Fan des 1. FC Köln erzählt von seiner ersten Markenliebe zu adidas, MMS Bildern für Gerhard Schröder auf der CeBIT, Influencern auf Autobahnrastplätzen und wie MAN unter dem Leitbild „Simplifying Business“ den Triple-Threat von Digitalisierung, Autonomen Fahren und Elektromobilität kontert.

021: Tobias Stetter – everskill

Tobias Stetter ist für das Thema Marke beim Münchener SAAS Anbieter everskill verantwortlich.

Nach akademischer Ausbildung in Deutschland, England, Spanien und Kanada hat er als Strategie-Berater unter anderem für die Boston Consulting Group gearbeitet, bevor er 2016 beim digitalen Training Startup everskill als einer der ersten Mitarbeiter eingestiegen ist.

Der leidenschaftliche Volleyballspieler und Trainer erzählt von der Rolle der Marke in Sprints, warum Gamification und die Farbe Orange eine große Bedeutung bei everskill haben und wie Menschen sich weiterentwickeln können, wenn sie wie Spitzensportler wie Serena Williams, Wladimir Klitschko oder Timo Hildebrand trainieren.

020: Axel Löber – E.ON

Axel Löber ist Leiter Global Brand & Marketing beim Energieriesen E.ON, der mit rund 70.000 Mitarbeitern einer der weltweit größten Stromversorger in privatem Besitz ist.

Zum Thema Marke kam mein Gast über die Schiene Communication Strategy.  Nach seinem Literatur- und Politik-Studium in Gießen sammelte er als Berater unter anderem bei Hering Schuppener Erfahrung, bevor er 2011 bei Merck einstieg, dort später die Abteilung Branding & Communication Strategy aufbaute und Themen wie Markenstrategie, Design und Markenarchitektur verantwortete. Highlight war das vielfach preisgekrönte Rebranding des Unternehmens 2015.

Seit Januar 2019 ist Axel bei E.ON, wo er für Marke und Marketing des Konzerns zuständig ist.

Er beobachtet gerne Underdog Marken die es nicht so einfach haben, um zu verstehen, wie sie Themen angehen, und er weiß, dass die Bedeutung von Visitenkarten nicht unterschätzt werden darf.

019: Sven Rudloff – Uniper

Sven Rudloff ist Vice President Brand & Channel Management bei Uniper.

Das E.On Carve-out hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf, beschäftigt heute mehr als 11.000 Mitarbeiter und ist eines der größten Energieunternehmen Europas.

Der aus Fulda stammende leidenschaftliche Anglophile wollte ursprünglich Journalist werden, hat dann aber doch Psychologie an der Uni Münster und später der Uni Köln studiert, bevor er seine Karriere in HR begonnen hat. Er startete als Berater, ging dann zu Ford nach Köln, bevor er 2002 zu E.On wechselte. Dort war er zunächst Personalentwickler, übernahm aber ab 2007 zunehmend Verantwortung für den Bereich Communications. 2016 ergriff er seine Chance und wechselte mit zu dem neuen Spin-off Uniper.

Mein Gast erklärt, was hinter dem Namen Uniper steht, wie sie sich sowohl intern als auch extern evolutionär von E.On differenziert haben und was gute Markenführung mit Kleber gemein hat.

018: Max Wittrock – mymuesli

Max Wittrock ist Mitgründer und „Außenminister“ des Passauer Startups mymuesli.

Er hat Jura studiert, nebenbei eine journalistische Ausbildung gemacht, fühlt sich jetzt im Herzen als Geschichtenerzähler und findet alle Touchpoints gleich wichtig.

Mit seinen zwei Partnern Hubertus Bessau und Philipp Kraiss hat der leidenschaftliche Retail-Fan mymuesli in 2007 gegründet und zum Vorzeige-Food-Startup in Deutschland aufgebaut.

Er erzählt wie er sich dank Autoren wie Al und Laura Ries, Malcolm Gladwell, Frédéric Laloux, Tom Wainwright und Daniel Kahneman immer weiterbildet und sich von den außergewöhnlichen Einzelhandelskonzepten von Helmut Lang, Prada und Damien Hirst begeistern lässt.